Mit dem Amphibienfahrzeug in der Mahlgera aufgeräumt

Andisleben  Gemeinsame Aktion der Gemeinden Andisleben und Walschleben. Eine Maschine kappt dichten Bewuchs im Fluss

Mit einem speziellen Amphibien-Fahrzeug wurde der Bewuchs im Fluss geschnitten, zusammengeschoben und dann ans Ufer gebracht. Foto: Hans Vollrath

Mit einem speziellen Amphibien-Fahrzeug wurde der Bewuchs im Fluss geschnitten, zusammengeschoben und dann ans Ufer gebracht. Foto: Hans Vollrath

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Ungehindert kann jetzt zwischen Walschleben und Andisleben die Mahlgera wieder ihren Lauf nehmen. In einer gemeinsamen Aktion während der Sommerwochen haben die beiden Gemeinden den Flusslauf beräumen lassen.

Schon seit langem hatten Bürger darauf hingewiesen, dass Andisleben das Wasser der Mahlgera im Ernstfall auch als Löschwasser für die Feuerwehr benötigt. Das Flussbett war jedoch fast vollständig zugewachsen, das Wasser verschlammt und für die Feuerwehrschläuche nicht geeignet und verwendbar. Das verschlammte Streichwehr zwischen Andisleben und Walschleben bremste zudem die Wasserzufuhr.

Beauftragt hatten die Gemeinden Walschleben und Andisleben gemeinsam für die Sommerwochen eine Firma aus Ringleben im Kyffhäuserkreis. Sie war mit einem Amphibienfahrzeug im Flusslauf unterwegs und beseitigte mit ihrer besonderen Technik den dichten Bewuchs.

Dieser wurde dann am Ufer zum Trocknen abgelegt und später abgefahren. Geputzt wurde auch am Streichwehr zwischen den Dörfern. „Fische und andere Wassertiere bevölkern jetzt wieder dieses Gewässer, die Fließgeschwindigkeit hat sich deutlich erhöht“, so zeigte sich gestern Andislebens Bürgermeister Hans Vollrath (SPD) zufrieden. Künftig solle regelmäßig der Bewuchs beseitigt werden, möglichst sogar jedes Jahr.

Ursache dafür, dass die Mahlgera inzwischen fast vollständig zugewachsen war, sei der hohe Phosphatgehalt im Wasser, auch bedingt durch Düngemittel aus der Landwirtschaft.

Deutlich höhere Fließgeschwindigkeit

Dadurch werde das Pflanzenwachstum im Fluss enorm gefördert, was wiederum die Fließgeschwindigkeit der Mahlgera aus bremst. Zudem seien die Pflanzen im Flussbett jahrelang nicht beseitigt worden. Das soll sich künftig ändern.

Die Kosten in Höhe von rund 42 000 Euro für die „Flussfege“ haben sich laut Bürgermeister Vollrath übrigens Andisleben und Walschleben geteilt.

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