Mittels Heizkörper Eiermannbau ganzjährig nutzbar machen

Apolda.  Mit Beginn des kommenden Jahres soll erneut in den Eiermannbau investiert werden. Ziel ist die ganzjährige Nutzbarkeit.

Blick in eines der „Gewächshaus“-Büros, die im Eiermannbau momentan hauptsächlich durch Mitarbeiter der Internationalen Bauausstellung Thüringen genutzt werden.

Blick in eines der „Gewächshaus“-Büros, die im Eiermannbau momentan hauptsächlich durch Mitarbeiter der Internationalen Bauausstellung Thüringen genutzt werden.

Foto: Dirk Lorenz-Bauer

Erfolgreich über die Bühne ging am Wochenende der Tag der offenen Tür im Eiermannbau, zu dem die Internationale Bauausstellung Thüringen (IBA) eingeladen hatte.

Um das denkmalgeschützte einstige Industriegebäude dauerhaft an Nutzer vermieten zu können, bedarf es indes noch einiger Anpassungen in der Haustechnik. Denn die Werkstätten, die am Sonntag fürs interessierte Publikum geöffnet wurden, werden aktuell durch Künstler genutzt, die das testhalber und auf Einladung tun. Ziel ist es, zu zeigen, was möglich wäre. Bei der IBA heißt es dazu: „Uns ist es mit Blick auf die aktuellen Einschränkungen und Auswirkungen auf Kulturschaffende durch das Coronavirus ein Anliegen, diese Zwischenphase sinnvoll zu nutzen und vergeben deshalb die großzügigen Räume kostenfrei an gute Mitnutzer und ihre Ideen ...“

Noch fehlen ausreichend Nutzer

Um aber insbesondere eine ganzjährige Gebäudenutzung hinzubekommen, sollen voraussichtlich ab Frühjahr 2021 Investitionen besonders in die Erweiterung der Heizung, sprich in die Deckenstrahlerplatten erfolgen. Laut Katja Fischer von der IBA ist die Planung abgeschlossen. Bisher nutzt die IBA selbst die Gewächshaus-Büro-Module im zweiten Obergeschoss, in denen dank kleiner Infrarot-Heizkörper ein Mikroklima erzeugt wird, in dem es sich auch im Herbst und Winter gut aushalten lässt. Der Eiermannbau an sich verfügt über keine Heizung. Weil aber nicht alle Nutzungsanforderungen über die „Gewächshäuser“ zu erfüllen sind, werden nun nach und nach Heizkörper angebracht. Ist das erledigt, soll die Vermarktung intensiviert werden. Noch fehle die „kritische Masse“ an Nutzern, die eine gewisse Sogwirkung zu erzeugen imstande ist, so Fischer.

Auch der Außenbereich soll stärker genutzt werden. Unter anderem mit dabei ist Bioimker Max Reschke. Zudem plant Susanne Frenzel mit dem Lebenshilfewerk Apolda, das künftig den Winkelbau nutzen wird, eine Färbepflanzen-Projektwoche.