Neue Muschelprinzessin wird in Hohenfelden gekrönt

Hohenfelden.  Erster Höhepunkt des Jahres am Stausee Hohenfelden ist am 28. Februar eine feucht-fröhliche Krönung.

Hans Marcher, der „Hans am See“, sorgt auch in diesem Jahr wieder für den ersten Höhepunkt am Stausee Hohenfelden - mit dem Muschelfest.

Hans Marcher, der „Hans am See“, sorgt auch in diesem Jahr wieder für den ersten Höhepunkt am Stausee Hohenfelden - mit dem Muschelfest.

Foto: Hartmut Schwarz

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Es ist das erste Ereignis der Stausee-Saison, mit dem am letzten Tag des Februars Besucher und Schaulustige nach Hohenfelden gelockt werden. Am 29. Februar wird mit Lena I. die neue Muschelkönigin gekrönt. Ab diesem Samstag wird bei „Hans am See“ wieder die Muschel und ihre kulinarische Vielfalt gefeiert – bis zum 28. März freitags und samstags jeweils 18 Uhr.

Bereits in der vierten Saison wird von Hans Marcher damit die Winterpause am See etwas erträglicher gemacht. Auch in dieser Saison allerdings mit importierten Muscheln. Die Muscheln des Sees, die am Beginn für die Idee des Muschelfestes sorgten, gab es nur eine Saison. Sofort habe die Untere Naturschutzbehörde auf der Matte gestanden, die Muscheln konfisziert und Anzeige erstattet. Bis heute seien die Verhandlungen nicht abgeschlossen. Denn sein Partner, mit dem er die Idee das Muschelfestes geboren hatte, sieht sich im Recht. Fischermeister Uwe Möller, der „Fischer vom Stausee“, hatte einst selbst die Große Teichmuschel und die Zebramuschel im Stausee ausgesetzt, um das biodynamische Gleichgewicht im See zu verbessern. Und dies mit Erfolg – das Wasser ist klar wie nie zuvor, man kann die Muscheln mit bloßem Augen auf dem Grund erkennen. Diese Muscheln hätten sich inzwischen extrem vermehrt, es wird mit einer Population von mehr als 15 Tonnen gerechnet. Wegen der Regulierung dieser Bestände sei das Muschelfest eigentlich geboren worden – und weil Marcher gute Erinnerungen an derartige Feste aus seiner Kindheit am Tegernsee hatte. Er hofft jetzt, dass die Sache im kommenden Jahr geklärt ist, auch Muscheln aus dem See wieder auf die Teller finden.

Bis dahin gibt es Miesmuscheln aus Galicien, um die von Küchenchef Jan Pöschl an zehn Abenden ein aus vier „Wellen“ bestehendes Menü gezaubert wird. 2000 Gäste, schätzt Hans Marcher, waren es bisher, die sich bei einem „Muschelfest“ verwöhnen ließen.

Neben dem „Muschelfest“ hat Marcher für die Besucher in diesem Jahr weitere Gründe parat, einen Ausflug an den Stausee zu machen. Während für die Muscheln und andere Events Anmeldungen notwendig sind, ist die seit Mai vergangenen Jahres direkt am Ufer gebaute „Hanslbar“ in der Saison offen für Wanderer und Camper. Dazu sei auf der gegenüberliegenden Seeseite ein Bootsverleih im Angebot. Am Osterwochenende wird es ein Wickingerfest geben, im Sommer ein Hüpfburgenfest und im Advent eine See-Weihnacht auf der Seebrücke. Auch über Veranstaltungen auf dem „großen Gelände“ werde nachgedacht – dort, wo das Highfield-Festival einst seine Premiere feierte.

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