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Nordhäuser Geschichtsverein will Corona-Krise für die Nachwelt dokumentieren

Nordhausen.  Bürger sind dazu aufgerufen, ihre Bilder dem Stadtarchiv zur Verfügung zu stellen. Einsendeschluss ist der 30. September.

Eheschließungen während der Corona-Krise liefen anders ab als sonst.

Foto: Archiv-Foto: Marco Kneise

Die Corona-Pandemie hat die Welt weiter im Griff und verändert das Leben bis in die kleinste Gemeinde in vielfältiger Weise. „Diese einschneidende Zeit ist bereits jetzt als historisch zu bezeichnen, auch für unsere Stadt und für uns als Nordhäuser“, meint Vincent Eisfeld vom Nordhäuser Geschichts- und Altertumsverein.

Dieser ruft nun alle Bürger dazu auf, ihre Eindrücke von der Pandemie zu fotografieren und dem Stadtarchiv zur Verfügung zu stellen. „Es gab und gibt viele Beispiele in unserer Stadt dafür, wie wir mit dieser Ausnahmesituation umgehen: kreative, heitere und auch tragische. Viele Bürger verfügen über Dokumente oder haben Fotos gemacht, die die Krise vor Ort verdeutlichen: leere Regale im Supermarkt, abgesagte Veranstaltungen, Zutrittsverbote- oder -hinweise an Gebäuden, Fotos vom eigenen Mundschutz, Grüße an geliebte Menschen, die man nicht besuchen darf“, führt Vincent Eisfeld weiter aus.

Dokumente müssen Bezug zur Stadt oder dem Landkreis haben

Der Nordhäuser Geschichts- und Altertumsverein möchte ermuntern, Aufnahmen von eben diesen Dokumenten oder gegebenenfalls Teile davon der Geschichtsforschung bereit zu stellen. Dazu gehören auch Bilder von Plakaten, Schließungen, solidarische Nachbarschaftsinitiativen und ähnliches, die es wert sind, für die Nachwelt aufbewahrt zu werden. Auch wenn ein Ende der Pandemie in Deutschland so schnell nicht absehbar ist, so gilt sie bereits jetzt als ein historisches Ereignis. Daher startet die Initiative jetzt, um diese wertvollen Quellen einer Ausnahmesituation zu sammeln und zu archivieren. Kriterium ist einzig der Bezug zur Stadt oder dem Landkreis Nordhausen.

Die Aufnahmen sollten mit kurzen Erläuterungen versehen werden wie Urheber, Datum, was wird gezeigt. Mit der Zusendung wird einer Veröffentlichung beziehungsweise Archivierung zugestimmt.

Die Dokumente können zusammen mit einer Abtretungserklärung bis zum 30. September per E-Mail an corona@geschichte-nordhausen.de gesendet werden. Auch eine persönliche Abgabe im Stadtarchiv ist nach Terminabsprache möglich. Weitere Informationen und die Abtretungserklärung gibt es auf der Internetseite des Geschichtsvereins unter www.ngav.de

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