So verbringen die Weimarer die Weihnachtsfeiertage

Was die weihnachtlichen Feiertage angeht, so haben viele Familien ganz eigene Traditionen, denen sie oft schon seit Jahrzehnten nachgehen. Rund um Weimar verrieten zwölf Menschen aus dem öffentlichen Leben unserer Zeitung, wie sie Weihnachten verbringen.

12 Weimarer erzählen, was sie an den Weihnachtsfeiertagen so alles unternehmen. Archivfoto: Lennart Preiss/dapd

12 Weimarer erzählen, was sie an den Weihnachtsfeiertagen so alles unternehmen. Archivfoto: Lennart Preiss/dapd

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Kathrin Roth, Taubach, Ortsteilsbürgermeisterin:

Während der Feiertage erholen wir uns diesmal bei einem Wanderurlaub von einem aufregenden Jahr. Ich denke, dass man Weihnachten nicht zwingend mit der ganzen Familie verbringen muss, wenn das für alle in Stress ausarten würde. Seit unsere Kinder groß sind, schenken wir uns gemeinsame Zeit statt gekaufter Präsente.

Hella Tänzer, Bad Berka, Leiterin der Kurverwaltung:

Traditionell brechen wir Heiligabend um die Mittagszeit zu einer gut dreistündigen Wanderung rund um Bad Berka auf. Das regt den Appetit an, und man muss nachher beim Essen kein schlechtes Gewissen haben. Die Bescherung findet dann zum Teil schon unterwegs statt - ein paar Geschenke sind nämlich auf der Wanderroute versteckt. Ganz zeitgemäß müssen die Kinder sie mit Hilfe eines GPS-Gerätes finden.

Matthias Röder, Ballstedt, Inhaber Landhotel Zur Tanne:

Viel Zeit für die Familie bleibt uns zu Weihnachten nicht: Wir bieten an allen drei Tagen Mittagstisch an und sind völlig ausgebucht. Da muss einiges vor- und nachbereitet werden. Unser Baum ist deshalb schon seit einer Woche fertig geschmückt. Samstagnachmittag wollen wir uns auf jeden Fall das Krippenspiel ansehen und dann freue ich mich schon auf eine Partie "Mensch ärgere dich nicht".

Maike Marschall, Weimar, Leistungsschwimmerin:

Weihnachten verbringe ich immer im engsten Familienkreis zu Hause. Wenn wir zusammen den Baum schmücken, hat jeder einen eigenen bunten Teller mit Naschereien als Verpflegung. Nach dem Mittagessen werden wir am Samstag erstmal spazieren gehen und nachmittags dann Monopoly spielen, bis es Zeit wird für die Bescherung.

Dietmar Barthel, Ollendorf, Geschäftsführer von Karland in Heichelheim:

Zum Mittagessen bereitet meine Frau Heiligabend immer eine Gans zu. Die Füllung ist ein altes Familienrezept und schmeckt mir besser als in jedem Gasthof. Abends um zehn besuchen wir dann den Weihnachtsgottesdienst in Erfurt. Wenn wir wieder zu Hause sind, rundet traditionell ein Glas Sekt den Abend ab.

Thomas Neugebauer, Blankenhain, 2009 Weltmeister im Kickboxen:

Heiligabend verbringen wir immer bei meiner Oma. Da gibt es ganz klassisch Würstchen und Kartoffelsalat, der einfach nirgends so gut schmeckt wie bei ihr. Samstagmorgen ziehen wir nach einigen Umbauarbeiten allerdings erstmal wieder zu Hause ein. Dank vieler fleißiger Helfer hat das noch rechtzeitig zum Weihnachtsfest geklappt.

Dr. Alf Rößner, Weimar, Kurator des Stadtmuseums:

Als gebürtiger Dresdner habe ich einige Weihnachtsbräuche mit in die Familie gebracht: So haben wir neben einem drei Meter hohen Weihnachtsbaum auch einen "Weihnachtsberg". Das ist ein Stapel Pappkartons mit weißem Tischtuch, der viel Platz bietet für alle Engel, Häuser und andere Holzdekorationen. Samstagnachmittag essen wir natürlich Dresdner Stollen.

Doreen Törmer, Buttelstedt, Standesbeamtin:

Samstag bin ich die meiste Zeit allein, weil mein Mann arbeiten muss. Am ersten Weihnachtstag gehen wir beide dann zum Essen aus. Selbst kochen möchte ich nämlich während der Feiertage nicht. Die Bescherung haben wir diesmal vorgezogen: Schon am Freitag war meine Tochter zu Besuch und wir haben Geschenke ausgetauscht.

Alexandra Seelig, Erfurt, Leiterin der VG Grammetal:

Bei uns wird Samstagnachmittag der Weihnachtsmann klingeln und dann heimlich für die Kinder Geschenke unter den Baum legen. Sonntag fahren wir zum großen Familientreffen bei Oma und Opa. Da singen wir alle traditionell Weihnachtslieder, und Opa begleitet uns auf der Heimorgel. Bei "O Tannenbaum" kann auch meine kleine Tochter schon mit einstimmen.

Fritjof Hahn, Geschäftsführer von Ablig Feinfrost Heichelheim:

Samstagvormittag werden wir erstmal im eigenen Garten einen Weihnachtsbaum schlagen. Wenn er dann im Haus steht, wird er von den Kindern geschmückt. Sonntag gibt es ein größeres Familientreffen, bei dem wir die gemeinsame Zeit nutzen wollen, um das vergangene Jahr noch einmal Revue passieren zu lassen.

Armin Romstedt, Frankendorf, Fußballer:

Natürlich geht es in meiner Familie auch Weihnachten ein bisschen sportlich zu. Wir machen nach dem Essen immer zwei bis drei Stunden lang einen Weihnachtsspaziergang. Wer viel gegessen hat, muss schließlich auch viel laufen. In den vergangenen Jahren sind wir auch manchmal zum Langlauf aufgebrochen, aber diesmal liegt ja leider kein Schnee.

Ute Freudenberg, Weimar, Schagersängerin:

Gerade erst seit Freitag bin ich von meiner Tournee zurück und freue mich nun auf einige besinnliche Tage. Sonntag habe ich die ganze Familie zum Essen in mein Haus eingeladen. Dafür muss ich selbst aber keinen Finger rühren – der Mann meiner Nichte ist Gourmetkoch und wird uns alle mit zwei Flugenten und köstlichen Beilagen verwöhnen.

Notiert von Carmen Knoth

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