Sturmschäden im Forstrevier Marksuhl als Chance für Neuanfang

Wartburgregion  Über 40 000 umgestürzte Baume müssen derzeit in den Revieren des Forstamtes Marksuhl aus den Waldgebieten geräumt werden

Ein Harvester oberhalb der Bundesstraße 84 bei Eisenach.

Ein Harvester oberhalb der Bundesstraße 84 bei Eisenach.

Foto: Ansgar Pape

Nachdem Sturmtief „Friederike“ beträchtliche Schäden angerichtet hat, laufen jetzt die Aufräumarbeiten in den Revieren des Forstamtes Marksuhl auf Hochtouren.

Da es sich bei der Sturmholzaufarbeitung um eine sehr gefährliche Arbeit für die Waldarbeiter handelt, setzt der „Thüringenforst“ überwiegend Holzerntemaschinen dafür ein, wie Forstamtsleiter Ansgar Pape jetzt berichtet. „Ich bedanke mich ausdrücklich bei den hiesigen Forstunternehmen, die vor Ort geblieben sind und uns unterstützen“, betont er.

Viele der Forstmaschinen würden ansonsten in Richtung Harz umgesetzt, da dort die größten „Windwurfmengen“ zu verzeichnen seien. Aber auch die über 40 000 geworfenen Bäume im Forstamt Marksuhl sorgten für eine erhebliche arbeitstechnische und logistische Herausforderung.

Die Forstleute haben aufgrund des Klimawandels mit der Zunahme von Stürmen gerechnet und ihr Wirtschaften in den letzten Jahren darauf ausgelegt, unter den alten Bäumen schon eine junge Baumgeneration heranzuziehen, erklärt Pape. Diese Risikovorsorge zahle sich jetzt aus, da unter den gefallenen alten Bäumen junge Pflanzen in den „Startlöchern“ stehen. Große Kahlflächen seien die Ausnahme, hier werden nach der Beräumung weiteren Mischbaumarten gepflanzt. „Jeder Sturmwurf bedeutet auch die Chance für einen Neuanfang,“ sagt Ansgar Pape.

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