Vereine und engagierte Bürger sorgten für Burgmarkt-Erfolg in Niederroßla

Niederroßla (Weimarer Land). Zu einer großartigen Gemeinschaftsleistung wurde der 3. Burgmarkt am Sonntag. Der war nicht nur ein geselliges Ereignis, das bei stabiler Witterung regen Zuspruch fand, sondern hielt auch eine Vielzahl an Angeboten bereit.

Andrang herrschte am Sonntag auf dem Burggelände und davor. Ein Teil der Einnahmen sowie Spenden kommen der Rittersaal-Ausstattung zugute. Foto: Dirk Lorenz-Bauer

Andrang herrschte am Sonntag auf dem Burggelände und davor. Ein Teil der Einnahmen sowie Spenden kommen der Rittersaal-Ausstattung zugute. Foto: Dirk Lorenz-Bauer

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Obendrein wurde das Gemäuer mit Bannern geschmückt, die einst Gundula Bernert nähte. Die Burg und das Drumherum etwa mit Blumen geschmückt hatten Mitglieder des Burg- und Heimatvereins. Kurz: Es gab viele Bürger, die sich da einbrachten.

Mit dabei waren 19 Händler beziehungsweise Stände, die primär Bürger aus dem Elefantendorf betrieben. Unter ihnen war der Glasbläser Andreas Heinecke, der im Burghof filigrane Arbeiten präsentierte, und dem man bei der Ausführung seiner Kunst auf die Finger schauen konnte. Selbst gezogene und eingetopfte Pflanzen präsentierten Bärbel und Ernst Preller. Sie hatte sich ebenso wie Christel Dietsch historische Kleidung angezogen, was der historischen Anmutung des Burgmarktes auf seine Weise zuträglich war.

Passend gewandet war auch der ehemalige Bürgermeister Hans-Jürgen Dietsch, der Interessierte durchs alte Gemäuer führte und bereitwillig Erläuterungen gab. Dieses tat "Burgwart" Siegfried Lunkenbein seinerseits in den Kellergewölben. Er war zudem bereits am Morgen auf dem Gelände, um Bänke herbeizuschleppen, handwerkliche Arbeiten in Vorbereitung des Marktes auszuführen, lobte Margit Ströer im TA-Gespräch.

Sie und Gundula Bernert hatten einst die Idee zum Burgmarkt und halten die organisatorischen Fäden in der Hand. Veranstalter war laut Margit Ströer aber der Bürgermeister respektive die Gemeinde.

Übers Gelände wandelte als Burgfräulein Alexa Crongeyer. Das Kleid, das sie trug, hatte die Ordensburg-Gilde Liebstedt zur Verfügung gestellt.

Auch Hobby-Imker Franko Kingler, der an seinem Stand Honigprodukte bereit hielt und die Flyer zum Burgmarkt gesponsert hatte, brachte sich ein. Nebenan sorgte seine Tochter mit Büchsenwerfen insbesondere bei den jüngeren Besuchern für Vergnügen. Bernd Köpernik sowie Kurt Schöneburg vom Kleintierzüchterverein hatten allerlei Trödel herbeigeschafft, darunter auch Küchengeräte. Carla Hänsch betreute einen Stand der Volkssolidarität.

Schicke Fahne fürs Burgcafé genäht

Gundula Bernert bot Sukkulenten an. Eine besonders originelle Idee hatte Jens Vogel. Der kümmerte sich freundlicherweise nicht nur um die Absperrung des Geländes, sondern bot Postkarten zum Burgmarkt an, die alte Motive zeigen. Als Erinnerungsstück eine wunderbare Sache, fanden viele Gäste.

Neben dem Burg- und Heimatverein sowie den Kleintierzüchtern unterstützten besonders die Gymnastikfrauen der Gruppen 1, 3 und 4 den Burgmarkt. Diana Friebel führte Filzarbeiten durch und lud Besucher zum Ausprobieren ein. Michael Hüttig aus Wersdorf stand am Rost, sorgte fürs Deftige. Das Burgcafé stand offen, wo 22 Kuchen zum Kaffee lockten, die allesamt aufgegessen wurde. Damit alles reibungslos lief, leisteten Karin Richter, Sylvia Bruchmann, Birgit Schuster und Dieter Riedel ihren Beitrag. Zudem waren die Kindergärtnerinnen im Einsatz. Adelheid Berger hatte die hübsche Burg-Café-Fahne genäht, eine Puppe im Innenhof historisch ausstaffiert und den Brunnen geschmückt.

Die Chorgemeinschaft Oberroßla/Niederroßla erfreute musikalisch; die Bläser der evangelisch-lutherischen Kirchgemeinde Apolda waren ebenso dabei.

Alle beteiligten Standbetreiber bezahlten eine Gebühr und spendeten obendrein von ihrem Erlös. Das Geld soll in die Anschaffung von Geschirr für den Rittersaal investiert werden.

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