Weihnachtsmann, Weihnachtsfee und ein Drei-Meter-Stollen

Braunsroda.  Regionaler Bauernmarkt in Braunsroda verabschiedet sich in die 4-monatige Winterpause und lädt am 4. April 2020 wieder zum Bummel ein.

Mit dem Weihnachtsmarkt schließt der jährliche Bauernmarkt-Reigen auf dem Gutshof in Braunsroda. Nach der Winterpause geht es am 4. April 2020 mit dem Ostermarkt wieder los.

Mit dem Weihnachtsmarkt schließt der jährliche Bauernmarkt-Reigen auf dem Gutshof in Braunsroda. Nach der Winterpause geht es am 4. April 2020 mit dem Ostermarkt wieder los.

Foto: Kerstin Fischer

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Der Regen hat sich verzogen. Die Veranstalter des Regionalen Bauernmarktes um Georg von Bismarck auf dem Gutshof in Braunsroda atmen auf, als zur Eröffnungszeit sogar etwas Himmelsblau durch die Wolkendecke blitzt. Punkt 10 Uhr schreitet der Hausherr mit Weihnachtsfee Karin Jordanland und Zwiebelprinzessin Paula zur Markteröffnung. Die übernimmt der Mittachtziger immer selbst und die lässt er sich auch nicht nehmen. Nicht mal, wenn kein Mikrofon da ist, so wie am Samstag.

Der letzte Bauernmarkt des Jahres ist immer der Weihnachtsmarkt. Die Markthändler haben ihr Sortiment entsprechend zusammengestellt und bieten neben Produkten zum Verzehr aus eigener Herstellung viele originelle Dinge an, die sich für den Gabentisch eignen, wie Filzpantoffeln, warme Sachen, Honig, Gestecke, Holzdekoration, weihnachtliche Gewürze, Äpfel, Apfelsinen, Nüsse, Mistelzweige oder Glühwein aus eigener Produktion. Bäckermeister Uwe Trautmann aus Artern hat wie jedes Jahr einen 3-Meter-Riesenstollen gebacken, der stolze 13 Kilo auf die Waage bringt. Den darf diesmal die Zwiebelprinzessin anschneiden. Drehorgelspieler Martin Frankenhauser sorgt für die musikalische Unterhaltung, die Weihnachtsfee verteilt Plätzchen und Mandarinen an die Besucher und sogar der Weihnachtsmann mit seinem Engel mischt sich unter die Leute und erfreut mit kleinen Gaben.

Georg von Bismarck schaut angetan über den Hof, der sich immer schon weit vor der offiziellen Eröffnung mit Besuchern füllt, die um die Stände bummeln und sich Bratwürste schmecken lassen. „Der Weihnachtsmarkt ist einer unserer besucherstärksten Märkte“, freut er sich.

Regionaler Bauernmarkt ist an jedem ersten Samstag im Monat. Stammbesucher wissen das, auch ohne dass es irgendwo geschrieben steht. Aber auch jeder andere Bauernmarkt zieht Besucher in Scharen an. Es war in diesem Jahr die 16. Marktsaison seit dem Auftakt im April 2004. Damals fing alles mit 14 Vermarktern an. Heute sind es zu jedem Markt zwischen 50 und 60 und einige von damals sind auch heute noch dabei. Dass sich die Veranstaltung derart erfolgreich etablieren würde, hätte damals niemand gedacht. „Ich staune jedes Mal über die vielen Leute. Und sie haben immer fröhliche Gesichter“, lächelt von Bismarck. Für viele ist der Markt auch ein Ort der Geselligkeit geworden. Sie kommen auf ein Schwätzchen, schließlich trifft man immer jemanden, und nehmen einen Imbiss zu sich. Erleichtert ist von Bismarck, dass sich durch die neue Umfahrung die An- und Abfahrtsituation durch das kleine Dorf entspannte.

Damit hat sich der Bauernmarkt nun in die viermonatige Winterpause verabschiedet. Am 4. April 2020 geht es dann wieder weiter – mit dem Ostermarkt.

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