Amselsterben: Tödliches Vogelvirus breitet sich auch in Thüringen aus

Jena  Das tropische Usutu-Virus breitet sich auch in Thüringen aus. Laut Nabu seien bislang 38 tote und 15 kranke Vögel mit Virusverdacht gemeldet worden.

Infizierte Vögel wirken krank und apathisch, bis sie nach einigen Tagen sterben.

Infizierte Vögel wirken krank und apathisch, bis sie nach einigen Tagen sterben.

Foto: Michael Beusch/dpa

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Das tropische Usutu-Virus wird Experten zufolge in diesem Jahr vermutlich zu einem noch stärkeren Amselsterben führen als 2018. In Thüringen seien bislang 38 tote und 15 kranke Vögel mit Virusverdacht gemeldet worden, teilte der Naturschutzbund (Nabu) Thüringen am Montag in Jena mit. 2018 sei das Virus bei sechs Amseln im Labor nachgewiesen worden. „Es scheint als breite sich das Virus auch bei uns aus“, erklärte Klaus Leider vom Nabu Thüringen.

Deutschlandweit wurden laut Nabu seit Jahresbeginn mehr als 1300 Verdachtsfälle gemeldet. Bei der bisher schwersten Usutu-Epidemie 2018 seien es im gleichen Zeitraum 800 Meldungen gewesen. Die Zahl gebe aber nur einen Bruchteil der tatsächlich erkrankten Vögel wieder, hieß es vom Nabu. Das Usutu-Virus wird von Stechmücken auf Vögel übertragen. Infizierte Vögel wirken krank und apathisch, bis sie nach einigen Tagen sterben. Das Virus wurde 2011 erstmals in Deutschland registriert.

Im Sommer 2018 wurde die ersten Usutu-Infektionen in Thüringen nachgewiesen. Nabu und Tropenmediziner bitten darum, kranke oder verendete Tiere zu melden und möglichst zur Untersuchung einzusenden.

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