Baum-Ahnenreihe ist komplett

Roldisleben  Am Vortag der Kür des Baums des Jahres 2019 pflanzten Pfadfinder in Roldisleben „wilde“ Vorgänger von 1998 und 2013

Seit 1989, da war es die Stiel-Eiche (Quércus róbur), werden Bäume des Jahres gekürt. Im Roldislebener Arboretum schlossen Horst Bismark und die Pfadfinder jetzt die „Ahnenreihe“.

Foto: Andreas Simon

„Das Rennen hat die Flatter-Ulme gemacht“, verkündete die „Dr. Silvius Wodarz Stiftung“ gestern den Baum des Jahres 2019 auf ihrer Homepage. Die Ausrufung hatte am selben Tag in Berlin stattgefunden. Schon einen Tag eher hatten die Rastenberger Pfadfinder in Roldisleben zwei ehemalige Bäume des Jahres gepflanzt. „Uns fehlten noch eine Wildbirne und ein Wildapfel“, sagt Roldislebens Ortsteilbürgermeister Horst Bismark. Der Wildapfel (Málus sylvéstris) war 2013 Baum des Jahres, die Wildbirne (Pýrus pyráster) kam bereits im Jahr 1998 zu dieser Ehre.

Jetzt will sich Bismark um eine Flatter-Ulme (Ulmus laevis) bemühen, ihr 2018er Vorgänger, eine Ess-Kastanie (Castanea sativa) steht bereits.

Die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald hatte zu Baumpflanzaktionen mit Kindern aufgerufen, Horst Bismark die Rastenberger Pfadfinder gefragt, ob sie denn Lust hätten, die Bewerbung eingereicht und die Schutzgemeinschaft die beiden Bäumchen spendiert. Mit ihnen hat sich die Zahl der seit 1996 in Roldisleben gepflanzten Bäume und Sträucher auf 98 erhöht. Seit 2014 ist das Ganze zum Arboretum, einem Baumlehrpfad ausgebaut. Demnächst ist die 100. Pflanzung dran. Laut Horst Bismark ist vorgesehen, dass in 2018 noch vier weitere Bäume und sechs Sträucher in die Erde kommen.

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