Luchs in Westthüringen gesichtet

Gerstungen  In Westthüringen wurde an der Grenze zu Hessen ein Luchs gesichtet. Jetzt will der Nabu prüfen, wo das Tier herkommt.

Eine Spaziergängerin machte Anfang Januar bei Gerstungen dieses Foto von einem Luchs.

Eine Spaziergängerin machte Anfang Januar bei Gerstungen dieses Foto von einem Luchs.

Foto: Nabu Thüringen

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In Westthüringen wurde an der Grenze zu Hessen ein Luchs gesichtet. Laut dem Naturschutzbund (Nabu) Thüringen habe eine Frau aus dem Wartburgkreis während eines Spazierganges mit ihrem Hund am 8. Januar Aufnahmen von einem gut genährten, ausgewachsenen Luchs am Grünen Band bei Gerstungen gemacht.

Der Luchs habe die Frau ein Stück durch den Wald begleitet und sei auf sicherem Abstand geblieben. „Trotz meiner Aufregung hab ich mein Handy herausgeholt und ein kleines Video gedreht. Es ist kaum zu glauben, aber der Luchs setzte sich entspannt ins Gras, beobachtete mich und meinen Hund, um dann nach einigen Minuten im Wald zu verschwinden“, berichtete die Frau gegenüber dem Nabu

„Die Aufnahmen belegen eindrücklich, wie selbstverständlich sich Wildtiere ohne Vorbehalte gegenüber Menschen durch ihr Revier bewegen können“, sagt Silvester Tamás, der Koordinator des Nabu-Luchsprojekts „PLAN P – wie Pinselohr – Luchse in die Mitte bitte“.

Luchse seien schon öfter in der Region gesehen worden. Diese Sichtungen an der ehemaligen innerdeutschen Grenze würden belegen, wie sich dort in den letzten Jahrzehnten der Wandel vom einstigen Todesstreifen zur Lebensader erfolgreich vollzogen habe, heißt es vom Nabu.

Luchse und viele andere Tiere nutzten das Grüne Band als einen Korridor, um sich durch die Landschaft zu bewegen.

Der Nabu wolle jetzt prüfen , woher das Tier stammt und ob es sich bei dem stattlichen Luchs eventuell um ein Männchen aus dem Harz oder dem Hessischen handelt.

Der Nabu nehme Hinweise und Meldungen zum Luchs in Thüringen im Rahmen seines Luchsprojektes dankbar entgegen.

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