Thüringens Landesforstanstalt fragt Bundeswehr an

Erfurt  Thüringens Landesforstanstalt lotet einen möglichen Einsatz der Bundeswehr gegen die Borkenkäferplage aus.

Schätzungen zufolge werden in Thüringen allein bis Jahresende fünf bis sechs Millionen Fichten Opfer des Borkenkäfers.

Schätzungen zufolge werden in Thüringen allein bis Jahresende fünf bis sechs Millionen Fichten Opfer des Borkenkäfers.

Foto: Sascha Fromm

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Thüringens Landesforstanstalt lotet einen möglichen Einsatz der Bundeswehr gegen die Borkenkäferplage aus. Der Vorstand von Thüringenforst habe Kontakt mit dem Landeskommando der Bundeswehr aufgenommen, teilte das Landwirtschaftsministerium am Mittwoch auf Anfrage in Erfurt mit. Zu einem möglichen Ergebnis machte das Ministerium keine Angaben.

Das Bundesverteidigungsministerium hatte am Dienstag mitgeteilt, die Bundeswehr prüfe einen Hilfseinsatz in deutschen Wäldern. Ministerin Annegret Kramp-Karrenbauer (CDU) bat darum, dass sich die Länder mit den militärischen Landeskommandos in Verbindung setzen.

Schätzungen zufolge werden in Thüringen allein bis Jahresende etwa 600.000 Buchen wegen Trockenheit absterben und fünf bis sechs Millionen Fichten Opfer des Borkenkäfers.

Thüringens Grünen-Fraktionschef Dirk Adams bezeichnete eine mögliche Hilfe der Bundeswehr in Thüringens Wäldern als „puren Aktionismus“. „Das vom Borkenkäfer befallene Holz muss aus dem Wald herausgeholt werden“, sagte Adams am Rande einer Klausur seiner Fraktion in Weimar. Die Landesforstanstalt habe die Möglichkeit bekommen, personell aufzustocken. „Sie werden es auch schaffen, das befallene Holz herauszuholen.“

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