Wildkatzenkorridore sollen auf 370 Kilometer Länge wachsen

Die Wildkatzenkorridore sollen in den kommenden Jahren in Thüringen stark ausgebaut werden. Wie der BUND-Landesgeschäftsführer Burkhard Vogel am Dienstag in Erfurt sagte, sollen in den nächsten vier Jahren Verbindungsstücke über eine Gesamtlänge von 370 Kilometern entstehen.

Die Wildkatze (Felis silvestris, hier eine Aufnahme aus einem Gehege) ist das Wahrzeichen das Nationalparkes Hainich. Foto: Alexander Volkmann

Die Wildkatze (Felis silvestris, hier eine Aufnahme aus einem Gehege) ist das Wahrzeichen das Nationalparkes Hainich. Foto: Alexander Volkmann

Foto: zgt

Erfurt. Mit den neu angelegten Waldstreifen sollen besonders in Nord- und Ostthüringen voneinander abgetrennte Naturräume zusammengeführt werden. Für das Projekt greift der Naturschutzbund auf Landesmittel in Höhe von 350.000 Euro zurück.

Den Angaben zufolge leben in Thüringen schätzungsweise bis zu 300 Wildkatzen. Nicht passierbare Ackerflächen, stark befahrene Straßen und Siedlungsflächen verhinderten allerdings vielerorts einen freien Wechsel zwischen den Lebensräumen. Den Angaben zufolge existiert in Thüringen bislang ein Wildkatzenkorridor, der mit Unterbrechungen über eine Länge von 20 Kilometern den Thüringer Wald und den Nationalpark Hainich miteinander verbindet.

Neu geplant ist unter anderem eine Strecke zwischen dem Nationalpark Hainich und dem Südharz. Die Korridore sind mindestens 50 Meter breit. Mit einem Naturlauf unter dem Motto "Running Wild - Der Lebenslauf für die Wildkatze" will der BUND am Sonntag auf das Thema aufmerksam machen.

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