Anwalt zum Nordhäuser Doppelmord: Tötung war nicht geplant

Nordhausen  Der mutmaßliche Täter des Doppelmordes in Nordhausen hat sein Geständnis wiederholt. Der Anwalt spricht von einer „Spontantat“ und macht Angaben zur Tatwaffe.

Am frühen Morgen des 24. Dezember wurde in Nordhausen ein getötetes Ehepaar entdeckt.

Am frühen Morgen des 24. Dezember wurde in Nordhausen ein getötetes Ehepaar entdeckt.

Foto: Privat

Der Verdächtige, der Heiligabend in Nordhausen einen 82 Jahre alten Trödelhändler und dessen Frau (80) getötet haben soll, zeigt sich weiterhin geständig. Das bestätigt sein Verteidiger, Marko Siebold, auf Nachfrage dieser Zeitung. Sein Mandat habe ihm gegenüber die gleiche Aussage gemacht wie schon bei der Polizei. „Er hat die Tat gestanden und sich damit selber belastet“, so der Anwalt.

Dem 56-jährigen Mann aus Nordhausen wird vorgeworfen, das Ehepaar ermordet zu haben. Seit voriger Woche Samstag ist er in Untersuchungshaft.

Anwalt Siebold spricht von einer „Spontantat“ seines Mandanten: „Es war nichts geplantes, sondern die Tötung ist aus der Situation heraus passiert.“ In seinem Geständnis habe sein Mandant eingeräumt, am Tag der Tat auf dem Grundstück des Trödelhändlers gewesen zu sein. „Er hat für ihn diverse Hilfsleistungen erbracht und wollte wohl über die Bezahlung verhandeln. Es kam zum Streit, in den sich auch die Ehefrau einmischte“, so Sie­bold. Ein Messer soll dabei im Spiel gewesen sein. Nach Auskunft des Anwaltes ist dies auch die Tatwaffe.

Die genauen Umstände sind Gegenstand der Ermittlungen der eigens gegründeten Sonderkommission „Weihnachten“, die noch andauern, wie die Polizei bestätigte.

Kommentare sind für diesen Artikel deaktiviert.