Frau in Erfurt brutal vergewaltigt: Angeklagter ist schuldunfähig und muss in Psychiatrie

Erfurt  Der 33-jährige Angeklagte hat laut Gericht am Rand von Erfurt im August des Vorjahres eine Frau brutal vergewaltigt. Der Mann wurde in eine geschlossene Psychiatrie eingewiesen. Da er an einer Schizophrenie leidet, ist er schuldunfähig und wurde nicht zu einer Haftstrafe verurteilt.

Die Erfurter Polizei suchte mit Hundertschaften nach dem Verdächtigen bzw. zu Spuren, die zu ihn führen. Ein Polizist fand schließlich in seiner Freizeit den entscheidenden Hinweis.

Die Erfurter Polizei suchte mit Hundertschaften nach dem Verdächtigen bzw. zu Spuren, die zu ihn führen. Ein Polizist fand schließlich in seiner Freizeit den entscheidenden Hinweis.

Foto: Kai Mudra

Im Prozess um eine Vergewaltigung vergangenen August in Erfurt hatten die Staatsanwaltschaft und die Verteidigung zuvor den Freispruch für den 33-jährigen Angeklagten gefordert.

Der Grund: Der aus dem Irak stammende Mann leidet nach der Expertise eines Gutachters an einer paranoid halluzinatorischen Schizophrenie. Damit sei er zur Tatzeit nicht in der Lage gewesen, seine Handlungen zu steuern, so der Experte.

Die Staatsanwaltschaft sieht den Angeklagten der schweren Vergewaltigung als überführt an. Auch soll er sich seiner Festnahme massiv widersetzt haben. Dafür hätte den Mann eigentlich eine langjährige Haftstrafe erwartet. Auch der Verteidiger räumte ein, dass sein Mandant die Taten begangen habe.

Wegen des Gutachtens zum Angeklagten forderte die Staatsanwaltschaft aber, den Mann frei zu sprechen und stattdessen in einer psychiatrischen Klinik zur Behandlung unterzubringen. Es können aufgrund seiner Erkrankung nicht ausgeschlossen werden, dass er erneut schwere Straftaten begehe.

Auch der Verteidiger beantragte die Unterbringung seines Mandanten in einem psychiatrischen Krankenhaus. Dieser Argumentation folgte das Gericht.

Auch die Nebenklagevertreterin hatte sich dem Gutachten angeschlossen und forderte zudem, dem Angeklagten die Kosten für die Nebenklage mit aufzuerlegen.

Der Angeklagte soll im August des Vorjahres am Stadtrand von Erfurt eine Frau brutal vergewaltigt haben. Sein Opfer konnte fliehen und Hilfe herbeirufen. Auf die Spur des Täters war die Polizei nach dem Fund des Handys der Betroffenen gekommen, auf dem seine Fingerabdrücke gefunden wurden.

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