Gericht hat entschieden: Leinenpflicht für Katze ist zumutbar

Wohnungseigentümer können beschließen, dass Hunde auf gemeinschaftlichen Flächen angeleint werden müssen. Diese Pflicht kann auch für Katzen gelten. Das geht aus einer Entscheidung des Landgerichts Frankfurt am Main hervor.

Eine Katze genießt leinenlos im Kurpark in Bad Langenslaza die Herbstsonne. Foto: Alexander Volkmann

Eine Katze genießt leinenlos im Kurpark in Bad Langenslaza die Herbstsonne. Foto: Alexander Volkmann

Foto: zgt

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Im konkreten Fall legte eine Wohnungseigentümergemeinschaft in einer Versammlung fest: Es ist untersagt, Hunde und Katzen auf dem Gemeinschaftsgelände frei herumlaufen zu lassen.

Die Regelung nahmen die Eigentümer in der Hausordnung auf. Sie galt unter anderem im Treppenhaus, im Kellerbereich, in der Tiefgarage und in der Gartenanlage.

Dagegen klagte eine Katzenbesitzerin, die bislang ihre Tiere frei laufen ließ. Zunächst gab das Amtsgericht ihrer Klage statt. Die übrigen Wohnungseigentümer gingen vor dem Landesgericht Frankfurt am Main in Berufung.

Mit Erfolg: Nach Auffassung der Richter enthält eine Hausordnung im Wesentlichen Verhaltensvorschriften, mit denen unter anderem der Schutz des Gebäudes, sowie die Sicherheit und der Hausfrieden sichergestellt werden sollen. Durch die festgelegte Leinenpflicht werde gewährleistet, dass andere Eigentümer von den Tieren nicht belästigt werden.

Außerdem könnte der Besitzer dadurch sicherstellen, dass die Katzen bestimmte Bereiche – wie den Spielplatz – nicht betreten oder verunreinigen. Die Klägerin darf die Katzen in ihrer Wohnung ohne Leine halten. Sie müsse die Tiere aber am freien Auslauf auf den gemeinschaftlich genutzten Flächen hindern.

Nach Auffassung der Rechtsprechung wird auch das Anleinen von Katzen als zumutbar angesehen.

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