MDR-Rundfunkrat will über Karlsruher ZDF-Urteil in Klausur beraten

Leipzig. Nach dem Urteil des Bundesverfassungsgerichts zur Staatsferne des ZDF will der Runkfunkrat des MDR nun mögliche Konsequenzen ziehen. Bei der nächsten Klausurtagung soll die Transparenzdes Aufsichtsgremiums geprüft werden.

Bei der nächsten Klausurtagung in Suhl will der MDR beraten, welche Konsequenzen aus dem Karlsruher Urteil zum ZDF gezogen werden müssen. Archiv-Foto: Felix Abraham/dapd

Bei der nächsten Klausurtagung in Suhl will der MDR beraten, welche Konsequenzen aus dem Karlsruher Urteil zum ZDF gezogen werden müssen. Archiv-Foto: Felix Abraham/dapd

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Der MDR-Rundfunkrat will in einer Klausur über mögliche Konsequenzen aus dem Urteil des Bundesverfassungsgerichtes zur Staatsferne des ZDF beraten. "Das Bundesverfassungsgericht hat mit seiner Entscheidung den Auftrag des öffentlich-rechtlichen Rundfunks gestärkt und auch auf die Bedeutung seiner Gremien zur Erfüllung dieses Auftrags hingewiesen", erklärte die Vorsitzende Gabriele Schade am Montag nach einer Sitzung des MDR-Rundfunkrates in Leipzig.


Bei der Klausur am 29. und 30. Juni im thüringischen Suhl solle die Transparenz des Aufsichtsgremiums in den Mittelpunkt gerückt werden. "Wir werden anhand der grundsätzlichen Ausführungen des Bundesverfassungsgerichtes prüfen, welchen Handlungsbedarf es für den MDR-Rundfunkrat gibt", erklärte Schade.


Das höchste deutsche Gericht hatte vergangene Woche in einem Grundsatzurteil zum ZDF den Einfluss der Politik auf den öffentlich-rechtlichen Rundfunk begrenzt. Aufsichtsgremien dürften demnach nur zu einem Drittel mit Vertretern von Staat und Parteien besetzt werden.