Noch sieben Verfahren gegen frühere KZ-Aufseher in Thüringen

Erfurt/Weimar  Wegen möglicher Beihilfe zum Mord ermittelt die Staatsanwaltschaft Erfurt aktuell noch gegen sieben frühere Aufseher des Konzentrationslagers Buchenwald.

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Foto: Tino Zippel

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Sie hatte 2017 insgesamt zehn Verfahren mit diesem Tatvorwurf von der Zentralen Stelle der Länder zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen übernommen, wie der MDR am Samstag unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft berichtete. Drei der verdächtigten Männer seien inzwischen gestorben. Die anderen allesamt über 90 Jahre alten Tatverdächtigen wurden Behördensprecher Hannes Grünseisen zufolge noch nicht vernommen.

Die Männer waren als SS-Aufseher mit niedrigem Dienstgrad zwischen 1944 und 1945 als Aufseher im KZ Buchenwald tätig und leben heute in verschiedenen Bundesländern. In das KZ bei Weimar hatten die Nationalsozialisten vom Sommer 1937 bis April 1945 rund 270 000 Menschen aus ganz Europa verschleppt, 56 000 kamen ums Leben.

Ein weiteres Verfahren in Thüringen gegen einen einstigen Wachmann des Vernichtungslagers Auschwitz hatte die Staatsanwaltschaft Gera an die bayerische Justiz abgegeben. Der Mann sei inzwischen ebenfalls gestorben, so der MDR unter Berufung auf die Staatsanwaltschaft in München.

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