Polizei-Großeinsatz an Erstaufnahmeeinrichtung in Suhl

Suhl  Nach zwei Zwischenfällen mit Bewohnern findet am Dienstagnachmittag ein Großeinsatz der Polizei an der Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete des Landes Thüringen in Suhl statt.

Foto: Kai Mudra

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Ein Großaufgebot der Polizei formierte sich am Dienstagmittag an der Erstaufnahmeeinrichtung des Landes Thüringen für Geflüchtete auf dem Friedberg in Suhl. Neben zahlreichen Einsatzwagen sollen auch Wasserwerfer und ein Panzerwagen vor Ort sein.

Thüringens zentrale Erstaufnahmeeinrichtung für Geflüchtete in Suhl steht wegen einer bestätigten Coronavirusinfektion seit Tagen unter Quarantäne. Betroffen sind nach Angaben eines Sprechers des Migrationsministeriums alle rund 500 Bewohner.

Ein Bewohner der Einrichtung war positiv auf das Coronavirus getestet worden, wie die Stadtverwaltung Suhl am Samstag mitteilte. Das Testergebnis sei am späten Freitagabend eingetroffen.

In den vergangenen Tagen hatten immer wieder Menschen versucht, die Quarantäne zu umgehen. So hätten etwa 15 bis 20 Personen am Montag teilweise den Weg zur Kantine verbarrikadiert, teilte die Polizei am Dienstag mit. Außerdem hätten sie Kinder vor sich postiert, um die Polizei auf Distanz zu halten. Den Polizisten sei es gelungen, die Situation mit Gesprächen zu entschärfen, sagte eine Sprecherin. Inzwischen habe sich die Lage beruhigt.

Zeugenaussagen, wonach einige der Männer islamistische Symbole und eine islamistische Fahne zeigten, würden derzeit überprüft, hieß es. In diese Ermittlungen sei auch der Staatsschutz eingebunden.

Bereits am Wochenende hatten Bewohner der Einrichtung versucht, diese trotz Quarantäne zu verlassen, und laut Polizei Gegenstände in Richtung der Einsatzkräfte geworfen.

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