Polizisten stellen minderjährigen Mädchen per SMS und WhatsApp nach

Schwerin  Polizisten haben in Mecklenburg-Vorpommern zwei minderjährigen Mädchen über SMS und WhatsApp sexuell belästigt. Beide Polizisten wurden mit Bußgeldern bestraft.

In einem Fall machte ein Polizist einer 13-Jährigen über WhatsApp sexuelle Avancen.

In einem Fall machte ein Polizist einer 13-Jährigen über WhatsApp sexuelle Avancen.

Foto: Silas Stein

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Die Männer hätten es sich zunutze gemacht, dass sie beruflich mit den Mädchen zu tun hatten und so an deren Kontaktdaten gelangen konnten. Das geht aus einem Bericht des Landesbeauftragten für Datenschutz für 2018 hervor. Die betroffenen Mädchen waren 13 und 15 Jahre alt, als sie von den Polizisten kontaktiert wurden. Der Datenschutzbeauftragte Mecklenburg-Vorpommerns, Heinz Müller, spricht von „unerfreulichen Fällen“.

Polizist lädt 15-Jährige zu Fotoshooting ein

Besonders gravierend ist der Fall der 15-Jährigen: Das Mädchen war in Begleitung einer Betreuerin zur Polizei-Wache gekommen, um Strafanzeige zu erstatten. Von ihr waren gegen ihren Willen Bilder im Internet veröffentlicht worden, die sie beim Geschlechtsverkehr zeigen. Der Polizist, der sich den Fall schildern ließ, kontaktierte das Mädchen hinterher und lud es per SMS zu einem Fotoshooting ein.

In dem anderen Fall geht es um eine 13-Jährige, die auf dem Polizeirevier als Zeugin aussagte. Nach der Vernehmung kontaktierte ein Polizist die Jugendliche auf WhatsApp und machte ihr dem Bericht zufolge „sexuelle Avancen“.

In beiden Fällen verhängte der Datenschutzbeauftragte Bußgelder. Das Innenministerium spricht von „unwürdigen Taten“. Wo genau in Mecklenburg-Vorpommern sich die Fälle ereignet haben, ist nicht bekannt.

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