Skandal um Urnenfund im Südharz: Erfurter Bestatter im Verdacht

Stolberg/Erfurt. Nach dem makabren Fund von 67 Urnen in Stolberg im Südharz am Donnerstag soll die Staatsanwaltschaft Halle laut aktuellen Medienberichten jetzt gegen ein Bestattungsunternehmen mit Sitz in Erfurt ermitteln.

Die Suche nach den Hinterbliebenen hat begonnen. Archiv-Foto: Marco Kneise

Foto: zgt

Die 67 Urnen lagen offenbar verstreut im Müll eines unbewohnten Hauses. Sie sollen aus Krematorien verschiedener Bundesländer stammen, wo die Leichen aus ganz Deutschland eingeäschert wurden.

Laut MDR-Thüringen ermittelt die Staatsanwaltschaft Halle jetzt gegen ein Bestattungsunternehmen mit Sitz in Erfurt. Die Firma soll unter anderem Seebestattungen anbieten und hatte weitere Firmensitze unter anderem im sachsen-anhaltinischen Stolberg. Es besteht der Verdacht, dass den Angehörigen die Seebestattungen nur vorgetäuscht wurden.

Derweil beginnt die Suche nach den Angehörigen der Verstorbenen. "Es haben sich noch keine Menschen bei uns gemeldet", sagte ein Polizeisprecher aus Eisleben am Freitag. Die Beamten forschen nun intensiv nach den Hinterbliebenen. Die Urnen sind mit Namen und Geburts- sowie Sterbedatum beschriftet.

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