Während Rechtsrock-Konzert dient Tankstelle als Polizeiquartier

Themar  Vor dem geplanten Rechtsrock-Konzert am Wochenende in Themar (Kreis Hildburghausen) hat die Polizei eine Tankstelle nahe des Festivalgeländes angemietet.

Im Juni hatten Bewohner im ostsächsischen Ostritz alle Biervorräte eines Supermarkts aufgekauft, um ein Signal gegen ein rechtsextremes Festival zu setzen. Nun greift auch die Polizei in Thüringen zu ungewöhnlichen Mitteln.

Im Juni hatten Bewohner im ostsächsischen Ostritz alle Biervorräte eines Supermarkts aufgekauft, um ein Signal gegen ein rechtsextremes Festival zu setzen. Nun greift auch die Polizei in Thüringen zu ungewöhnlichen Mitteln.

Foto: FrM/ZB/dpa

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„Die Tankstelle ist das Hauptquartier der Polizei und zur Getränkeversorgung von Neo-Nazis nicht zugänglich“, sagte Thüringens Innenminister Georg Maier (SPD) am Dienstag in Erfurt. Zuvor hatte das „Freie Wort“ online über die Pläne berichtet. Der Vize-Präsident der Thüringer Landespolizei, Thomas Quittenbaum, sagte, der Pächter schließe die Tankstelle und stelle der Polizei die Flächen dort zur Verfügung. „Wir werden dort während des Festivals einen Führungspunkt haben und Logistik“, sagte Quittenbaum.

Das Rechtsrock-Konzert in Themar im Süden Thüringens ist für Freitag und Samstag geplant. Das Verwaltungsgericht in Meiningen hatte am Montag Auflagen für ein Alkoholverbot bestätigt. Demnach darf bei dem Konzert am Samstag kein Alkohol ausgeschenkt werden. Am Freitag ist Leichtbier mit bis zu 2,7 Prozent Alkohol erlaubt. In der Vergangenheit hatten sich viele Rechtsextreme während des Festivals in der nahe liegenden Tankstelle mit Alkohol versorgt.

Im Juni hatten Einwohner im ostsächsischen Ostritz ein viel beachtetes Signal gegen ein rechtsextremes Festival gesetzt, indem sie Biervorräte eines Supermarkts aufgekauft hatten. Für die Veranstaltung war zuvor ein Alkoholverbot verhängt worden und die Polizei hatte 4200 Liter Bier beschlagnahmt.

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