Drehstart für "Tatort" mit Tschirner und Ulmen aus Weimar

Für den Weihnachts-"Tatort" aus Weimar in Thüringen haben am Donnerstag in Apolda die Dreharbeiten begonnen. Bis zum 3. Mai soll die Geschichte um das Ermittler-Duo Nora Tschirner und Christian Ulmen im Kasten sein.

Die Schauspieler Nora Tschirner und Christian Ulmen am Donnerstag beim Drehstart in Apolda für den "Tatort" aus Weimar. Foto: Thomas Müller

Die Schauspieler Nora Tschirner und Christian Ulmen am Donnerstag beim Drehstart in Apolda für den "Tatort" aus Weimar. Foto: Thomas Müller

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Kein roter Teppich für Nora Tschirner, sondern Buckelpflaster. Kein Glamour-Kleidchen, sondern ein grüner Parka, wo man prima seine Hände in den Taschen vergraben konnte. Die Schauspielerin fror am Set genauso wie die anderen - sie war zum Arbeiten in Apolda. Damit sie im Weihnachts-Tatort gemeinsam mit Christian Ulmen ermitteln kann, begannen am Donnerstag die Dreharbeiten. Und obwohl der Tatort in Weimar spielt, fiel in Apolda die erste Klappe für den Film. Für zwei Drehtage verwandelt sich so das Gelände der Thüfleiwa Apolda GmbH in einen Dreh- und Tatort. "Hoppe - Fleisch und Wurst" verkündet das Firmenschild über dem Eingang des Backsteinbaus. Es sieht aus, als hinge es seit Jahren da, auch daran erkennt man, dass bei dem Film Profis am Werk sind. Zwei Kleintransporter, ebenfalls mit Hoppe-Werbung beklebt, stehen auf dem gepflasterten Hof, die Assistentin ruft: "Fertig! Und bitte!"

Dann wird gedreht. Ein Range Rover rollt auf den Betriebshof und parkt. Das war schon alles. Während die Szene drei Mal wiederholt wird, bis sie Regisseurin Franziska Meletzki gefällt, bereiten die Helfer im Innern einen Raum für eine entscheidende Szene vor. Scheinwerfer werden aufgebaut, Kabel verlegt.

Und worum geht es? Frau Hoppe, die Fleischerei-Besitzerin, wird vermisst. Und auf einem Überwachungsvideo taucht nicht nur der Sohn auf, auch eine geschwungene Axt ist zu sehen. Schnell wird der Sohn zu einem der vielen Verdächtigen, der von den Kommissaren gleich auf dem Betriebsgelände vernommen werden soll.

Geheimnis um Mörder wird streng gehütet

Und, war er es? Sven Döbler lacht. Der MDR-Redakteur, der für Fernsehproduktionen zuständig ist, weiß es natürlich. Doch es wird nicht verraten. Dafür gibt er bereitwillig Auskunft, warum die Fernseh-Ermittler den Verdächtigen ausgerechnet in Apolda suchen: "Wir drehen den Film komplett in Weimar und hätten auch gerne eine Fleischerei in Weimar genommen." Allerdings: Alle, die der Film-Ausstatter fand, waren entweder zu klein oder zu groß. "Man sucht ja immer nach dem perfekten Motiv", erläuterte Döbler. "Und hier passt einfach alles: Ein alter Backsteinbau, ein Hof, auf dem man auch drehen kann." Hinzu kam, dass man bei den Geschäftsführern Marit Barthel und Thomas Kämmerer sozusagen offene Türen eingerannt hat. "Die waren sofort begeistert und machen alles möglich", sagte Döbel und lobte auch die Mitarbeiter, die sehr freundlich seien, obwohl die Dreharbeiten auch für sie eine große Belastung darstellen. Nun, dieses Opfer brachten Benjamin Häckel und Mike Lindner gern. Sie standen nach getaner Arbeit auf dem Hof und beobachteten die Szenerie. Die Klappstühle, die großen Reflektoren, die vielen Kameras, die unzähligen Helfer und, natürlich, die beiden Fernsehstars. "Das ist schon aufregend, das hat man nicht alle Tage", sagte Häckel. Die Produktion begann wegen der Dreharbeiten extra eine Stunde früher. "Heute haben wir schon um drei Uhr angefangen", verrät Mike Lindner, und macht dennoch einen hellwachen Eindruck. Noch schöner wäre es eigentlich, meinten die beiden, wenn statt der Fleischerei Hoppe der Name von Thüfleiwa zu sehen wäre. Obwohl, schränkt Häckel ein, am Ende würde das Unternehmen noch in Verruf kommen.

Die Fleischerei Hoppe wird im Film natürlich nach Weimar verlegt, schließlich spielt dort auch der Film. Spötter am Rande des Filmsets wussten natürlich schon gestern den Grund, warum ein Teil in Apolda gedreht wird: Weimar kann eben doch nicht ganz ohne Apolda.

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