Zimmermann will Vizechef der Thüringer Landesgruppe sein

Der Thüringer Medienstaatssekretär und Regierungssprecher Peter Zimmermann (parteilos) versucht sich erneut in den Aufsichtsgremien des MDR zu etablieren.

Ehrgeizig: Peter Zimmermann. Foto: Alexander Volkmann

Foto: zgt

Vor einem Jahr war er noch bei dem Versuch gescheitert, sich in den Verwaltungsrat wählen zu lassen - ein bis dahin noch nicht gekannter Vorgang. Nun strebt er innerhalb des niederrangigeren Rundfunkrates, dessen Mitglied er für die Landesregierung ist, den stellvertretenden Vorsitz der Thüringer Landesgruppe an. Im Sender spricht man in diesem Zusammenhang von einer Vorentscheidung für die künftige Besetzung des Chefpostens, da dessen Inhaber Karl-Heinz Ducke schwer erkrankt ist.

Die für vorigen Donnerstag terminierte Wahl von Zimmermann in Erfurt scheiterte allerdings, da nicht die notwendige Zweidrittelmehrheit der Mitglieder der Landesgruppe anwesend war. Am Montag soll nun in Leipzig ein erneuter Versuch gestartet werden. Auch dann gilt die Wahl nicht als sicher; Gegenkandidaturen scheinen nach jetzigem Stand nicht ausgeschlossen.

Zimmermann ist seit seiner Zeit als sächsischer Regierungssprecher innerhalb des MDR umstritten. Zuletzt war es zwischen dem früheren Geschäftsführer von Landeswelle Thüringen und der PSR-Mediengruppe und dem Intendanten Udo Reiter zum öffentlichen Zerwürfnis gekommen. Zimmermann hatte in einem Interview die Strategie des Senders kritisiert und Sparvorschläge unterbreitet, worauf Reiter mit einem ungewöhnlich aggressiv formulierten Schreiben antwortete.

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