Berlin. In Griechenland kämpfen Hunderte Feuerwehrleute gegen drei Feuerfronten bei Athen an. Drei Faktoren erhöhen die Gefahr von Waldbränden.

Die großen Waldbrände in Griechenland sind außer Kontrolle. Die Feuerwehr kämpft im dritten Tag in Folge allein westlich von Athen an drei Fronten. Auch am Mittwoch konnte noch keine Entwarnung gegeben werden, obwohl immerhin fünf Löschflugzeuge und acht Löschhubschrauber im Einsatz sind.

Wegen der Waldbrände waren am Montag 1200 Kinder aus Ferienlagern evakuiert worden. Die Polizei nahm derweil einen Mann fest, der verdächtigt wird, ein Feuer in Kouvaras ausgelöst zu haben.

Hitze in Griechenland: Waldgebiet auf Rhodos steht in Flammen

Eine weitere Feuerfront verläuft nahe der Stadt Loutraki. Griechenland-Urlauber sollten beachten, dass auch auf der Ferieninsel Rhodos ein Waldgebiet in Flammen steht. Lesen Sie hier: Amtsärzte wollen wegen Klimawandel Siesta in Deutschland

Nach einer längeren Trockenperiode sind im Großraum der griechischen Hauptstadt Athen mehrere Wald- und Buschbrände ausgebrochen.
Nach einer längeren Trockenperiode sind im Großraum der griechischen Hauptstadt Athen mehrere Wald- und Buschbrände ausgebrochen. © Petros Giannakouris/AP/dpa

Waldbrände sind im Sommer in Griechenland keine Seltenheit. Aktuell kommen allerdings drei Treiberfaktoren zusammen und potenzieren die Gefahren:

  • Die Hitzewelle mit extrem hohen Temperaturen, vielerorts über 40 Grad.
  • Die langanhaltende Trockenheit.
  • Starke Winde, die Löscharbeiten erschweren und Brände neu entfachen können.

Empfohlener externer Inhalt
An dieser Stelle befindet sich ein externer Inhalt von einem externem Anbieter, der von unserer Redaktion empfohlen wird. Er ergänzt den Artikel und kann mit einem Klick angezeigt und wieder ausgeblendet werden.
Externer Inhalt
Ich bin damit einverstanden, dass mir dieser externe Inhalt angezeigt wird. Es können dabei personenbezogene Daten an den Anbieter des Inhalts und Drittdienste übermittelt werden. Mehr dazu in unserer Datenschutzerklärung

Wegen des starken Windes, der die Flammen weiter anfache, sei die Situation schwierig, sagte Feuerwehrsprecher Yannis Artopios. Windböen erreichten demnach bis zu 60 Kilometer pro Stunde. Die Flammen fraßen sich rasch durch das trockene Buschwerk und breiteten sich bis nach Anavyssos in der dicht besiedelten Region Attika, sowie in Richtung der Badeorte Lagonissi, Anavyssos und Saronida aus, in denen viele Ferienhäuser stehen.

Griechenland leidet seit Ende vergangener Woche unter seiner ersten Hitzewelle in diesem Jahr. Nach Angaben des Nationalen Observatoriums von Athen wurde in der Region Theben in der Mitte des Landes am Wochenende eine Höchsttemperatur von 44,2 Grad gemessen. Angesichts von Temperaturen von bis zu 39 Grad in Athen blieb die Akropolis von Freitag bis Sonntag während der heißesten Stunden des Tages geschlossen.

Waldbrände in Griechenland: Steht zum Wochenende die nächste Hitzewelle an?

Für Anfang der Woche sagte der griechische Wetterdienst EMY zunächst eine leichte Abkühlung um zwei bis vier Grad voraus. Doch dürfte schon am Donnerstag eine weitere Hitzewelle mit Höchsttemperaturen von bis zu 43 Grad folgen. Feuerwehrsprecher Artopios warnte, dass mit den Temperaturen auch die Gefahr von Waldbränden deutlich ansteige. Lesen Sie hier: Schockierende Bilder zeigen Plastikmüll in Korallenriffen

Mehr zum Thema Klimakrise:

Im Sommer 2021 verwüsteten schwere Brände bereits einen Teil des Landes. Drei Menschen kamen damals ums Leben, mehr als 100.000 Hektar Wald wurden zerstört. 2018 wurden in Mati in der Nähe von Athen mehr als hundert Menschen bei dem bisher schlimmsten Brand in dem Land getötet. (fmg).