Auf dem Friedhof wird noch aufgeräumt

Gotha  Gartenamt Gotha schätzt den Schaden nach dem Sturm auf mindestens 70 000 Euro. Auch Ortsteil-Friedhöfe und Stadtwald sind betroffen.

Sturmtief „Friederike“ hat am 18. Januar auch auf dem Gothaer Hauptfriedhof viel Schaden angerichtet, der von den Mitarbeitern des Garten-, Park- und Friedhofsamtes der Stadtverwaltung noch immer aufgearbeitet werden muss. Nahe des sowjetischen Ehrenmals hat es einen riesigen Baum entwurzelt.

Sturmtief „Friederike“ hat am 18. Januar auch auf dem Gothaer Hauptfriedhof viel Schaden angerichtet, der von den Mitarbeitern des Garten-, Park- und Friedhofsamtes der Stadtverwaltung noch immer aufgearbeitet werden muss. Nahe des sowjetischen Ehrenmals hat es einen riesigen Baum entwurzelt.

Foto: Claudia Klinger

Fast zwei Wochen ist es her, dass Sturmtief „Friederike“ auch über Thüringen und Gotha fegte. „Es war schlimmer als beim Orkan ‚Kyrill‘. Wir sind noch immer mit den Aufräumarbeiten beschäftigt“, sagt Claudia Heß. Sie leitet das Garten-, Park und Friedhofsamt der Stadtverwaltung Gotha. Sie und ihre Mitarbeiter sind für die Pflege und Unterhaltung aller öffentlichen Grünflächen, der Sportplätze, Spielplätze, Friedhöfe und des Stadtwaldes sowie für die Bäume auf dem Gelände von Kindergärten und Schulen zuständig. Im Auftrag der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten kümmern sie sich auch um den Schlosspark und die Orangerie.

„Friederike“ habe großen Schaden angerichtet. „Wir gehen von mindestens 70 000 Euro aus“, so Claudia Heß. Das betreffe vor allem Schäden, die durch umgestürzte Bäume verursacht worden sind.

Besonders schlimm sei es auf dem Hauptfriedhof in Gotha gewesen. „Dort hat es 18 Bäume, vor allem Fichten, entwurzelt. Bei 20 weiteren Bäumen sind die Spitzen oder starke Äste abgebrochen, so dass diese Bäume ebenfalls gefällt werden müssen.“

Am Sturmtag selbst hatte das Gartenamt seine Mitarbeiter aus Sicherheitsgründen nicht mehr rausgeschickt. „Wir haben die Feuerwehr alarmiert, als einige der Bäume vom Hauptfriedhof auf die Pfullendorfer Straße stürzten“, erzählt Claudia Heß. Dabei sei auch der Zaun beschädigt worden.

Steffen Pfannstiel, Meister für die Pflege der Gothaer Friedhöfe, zeigt auf den Stumpf einer Fichte zwischen mehreren Gräbern. „Weil es den ganzen Teller angehoben hat, sind auch zwei Grabsteine mit umgefallen. Wir haben jetzt schon seit Monaten sehr regnerisches Wetter und kaum Frost. Der Boden ist total aufgeweicht. Deshalb konnten auch so viele Flachwurzler wie die Fichten dem Sturm nicht standhalten.“

Der nasse Boden sei zudem ein Problem beim Beseitigen der Schäden. „Wir haben schon leichte Transporter, aber die Wege werden trotzdem in Mitleidenschaft gezogen, auch weil wir so viel Holz und Äste zu den Sammelplätzen bringen müssen“, sagt Steffen Pfannstiel. „Und wir sind noch lange nicht fertig, obwohl wir seit dem Tag nach dem Sturm am Beseitigen der Schäden arbeiten.“

Auf die immer noch mögliche Gefahr durch herabfallende Äste weisen auch Schilder an den Eingängen zum Gothaer Hauptfriedhof hin. Besucher werden weiterhin um Vorsicht gebeten.

„Es war zwar schlimm, aber wir sind froh, dass nicht mehr passiert und dass niemand zu Schaden gekommen ist“, sagt Claudia Heß. „Solche Stürme zeigen, wie wichtig die jährlichen Baum-Kontrollen, aber auch die Entscheidungen sind, einen Baum zu fällen, wenn er nicht mehr als sicher gilt.“

Im Gothaer Stadtwald sei der Schaden vor allem auf dem Boxberg groß. Dort hat „Friederike“ 400 Festmeter Bruchholz produziert. Es handele sich ebenfalls vor allem um Fichten. „Das Holz können wir noch vermarkten“, ist Claudia Heß froh. Bäume, die auf dem Seeberg und auf dem Krahnberg auf Hauptwege gestürzt waren, seien inzwischen weggeräumt worden.

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