An Weimars Umgehung stehen zwei weitere Blitzersäulen

Weimar. Im Haushalt der Stadt für 2014 sind ihre Erlöse bereits eingepreist. Jetzt stehen die Stadt und ihr Dienstleister unter Zeitdruck, die neuen stationären Blitzer-Säulen auch zu installieren. Am Dienstag wurden die Anlagen auf der West-Umgehung in Höhe Abzweig Tröbsdorf installiert, und zwar in beide Fahrtrichtungen.

Auf der Umgehung in Höhe von Tröbsdorf wurden zwei neue stationäre Blitzer durch Jenoptik aufgestellt. Wann sie in Betrieb gehen, konnte das Rathaus auch am Dienstag noch nicht sagen. In jedem Falle soll vorher eine Information erfolgen. Foto: Thomas Müller

Auf der Umgehung in Höhe von Tröbsdorf wurden zwei neue stationäre Blitzer durch Jenoptik aufgestellt. Wann sie in Betrieb gehen, konnte das Rathaus auch am Dienstag noch nicht sagen. In jedem Falle soll vorher eine Information erfolgen. Foto: Thomas Müller

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Die neuen Anlagen kommen - wie inzwischen alle stationären Blitzer in Weimar - von der Jenoptik-Tochter Jenoptik Robot GmbH Monheim (Rhein). Nach der Anlage bei Tröbsdorf sind noch Standorte in Tiefurts Robert-Blum-Straße und in Taubach geplant. Durch Jenoptik erneuert wurden die zwischenzeitlich von der German Radar Crinitz betriebenen Säulen an der Lutherstraße in Oberweimar (2) und an der Bundesstraße am Lindenberg (1). Zudem betreibt die Jenoptik im Auftrag der Stadt bereits stationäre Blitzersäulen in Schöndorf, Gelmeroda und in Niedergrunstedt.

Mit Schildern ankündigen will Weimars Stadtverwaltung die stationäre Geschwindigkeitsüberwachung nicht. Auch nicht auf die jüngst erfolgte Bitte von Thüringens Bauminister Christian Carius (CDU) hin. Die Ankündigung der Messstellen sei nicht Teil der Ausschreibung und damit auch nicht Vertragsbestandteil mit dem Dienstleister gewesen, hieß es gestern zur Begründung. "Wir dürfen als Stadt das Zahlenniveau an den Messstellen nicht beeinflussen", sagte Oberbürgermeister Stefan Wolf (SPD). Wenn sich die Zahl der Geschwindigkeitsübertretungen als Folge der Verkehrsüberwachung verringere, dann sei das etwas anderes.

Schon bei früheren Gelegenheiten hatte die Stadt erläutert, dass die Anlagen keine Investitions- oder Wartungskosten nach sich ziehen. Die Stadt bezahlt eine vertraglich fixierte Summe für jeden geblitzten Verkehrsteilnehmer an die Jenoptik. Die Verwarn- und Bußgelder macht die Stadt selbst bei den betreffenden Fahrzeugführern geltend. Im Ergebnis sind auch für das kommende Jahr höhere Einnahmen an Verwarn- und Bußgeldern vorgesehen. Die Haushaltsstelle führte 2012 noch 1,4 Millionen Euro auf. In diesem Jahr waren es 1,9 Millionen, 2014 sind es 2,1 Millionen.

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