Grüne Welle ab Ende Mai durch Mühlhausen

Mühlhausen (Unstrut-Hainich-Kreis). Es ist „eine Eigenart von Mühlhausen“, dass alle, die Richtung Leinefelde wollen, sich bereits am Ortseingang links einordnen, sagt Peter Thieme vom Straßenverkehrsbauamt Nordthüringen.

Die Ampelkreuzung an der Brunnenstraße und am Kiliansgraben ist einer von Mühlhausens meist befahrenen Verkehrsknoten und gehört zur Hauptverkehrsader, an der die Bundesstraßen 247 und 249 aufeinander treffen. Foto: Jens König

Die Ampelkreuzung an der Brunnenstraße und am Kiliansgraben ist einer von Mühlhausens meist befahrenen Verkehrsknoten und gehört zur Hauptverkehrsader, an der die Bundesstraßen 247 und 249 aufeinander treffen. Foto: Jens König

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„Dabei haben wir in der Stadt einen großzügigen Straßenquerschnitt, sogar mehrspurig.“ Das werde aber von vielen Durchfahrenden nicht genutzt. Die Folge: Auf der linken Spur staut sich der Verkehr, die rechte steht oft leer. Woran das liege, könne er nicht sagen, sagt Thieme. „In anderen Städten funktioniert’s.“

Damit der Verkehr trotzdem schneller durch Mühlhausen rollt, stellt das Straßenbauamt seit Mitte März auf die sogenannte grüne Welle um. Zwischen den Ortseingängen aus Richtung Höngeda und aus Ammern soll es künftig schneller durch die Stadt gehen. 15 Ampelanlagen wurden auf dem knapp acht Kilometer langen Abschnitt umgerüstet, bei 14 war das bei laufendem Verkehr möglich (unsere Zeitung vom 14. März).

Aktuell gehe es nur noch um die Feinabstimmung, so Thieme. „Ein größerer Eingriff ins System wird nicht mehr erforderlich sein.“ Ab dem 30. Mai soll der Verkehr auf der Hauptverkehrsader deutlich schneller durch Mühlhausen geleitet werden. „Vielleicht schaffen wir es auch ein paar Tage früher.“

Bei den derzeitigen Arbeiten gehe es vor allem um die zeitliche Abstimmung zwischen den Ampeln. Die Mitarbeiter des Straßenbauamtes nutzen dafür zwei Methoden: Erstens unternimmt man Verfolgungsfahrten, um die Reisegeschwindigkeiten zu ermitteln und wie viele Halte es wann und wo gibt. Zweitens wird der Verkehr an jedem Knotenpunkt einzeln beobachtet.

Laut dem Straßenbauamt wird es keine durchgehende grüne Welle geben, denn auch die Straßen, die auf die Bundesstraße münden, sind stark befahren. Und der Abstand der Knotenpunkte ist nicht optimal. Die Knoten sollen als Sammelstelle fungieren und Fahrzeugschlangen als Ganzes weiterleiten. Fest steht schon jetzt: Das halbwegs durchgängige Fahren soll mit 45 bis 50 Kilometer pro Stunde funktionieren. „Mit dieser Geschwindigkeit sollte man schön durchkommen“, so Thieme. Für Schnellfahrer und Träumer könne er nicht garantieren.

Straßenbauamt und die Polizeiinspektion Unstrut-Hainich hoffen auf eine generelle Entlastung des Stadtverkehrs durch den geplanten Bau der Umgehungsstraße in einigen Jahren. Man habe neben dem hohen Verkehrsaufkommen und dem verstärkten Nutzen der linken Spur auch einen relativ unsteten Verkehr in der Stadt, sagt PI-Leiter Thomas Gubert. „Es gibt Spitzen mit richtig viel Verkehr, und zehn Minuten später ist alles vorbei.“ Das hänge vor allem an vielen Ein- und Auspendlern.

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