Ilmenau: Verbindungsbrücke zwischen Campus und Altstadt

Ilmenau  Terminal C und B am Bahnhof verbindet ein Bauwerk für 500.000 Euro und dient Mitarbeitern einer Softwarefirma. Am Mittwoch war die offizielle Freigabe.

Beim feierlichen Banddurchschnitt im neuen Verbindungsbau zwischen Terminal C und B waren an den Scheren Daniel Schultheiß (vordere Reihe von links), Uwe Wilke, Viola Breite, Karsta Rödiger und Gerd-Michael Seeber.

Beim feierlichen Banddurchschnitt im neuen Verbindungsbau zwischen Terminal C und B waren an den Scheren Daniel Schultheiß (vordere Reihe von links), Uwe Wilke, Viola Breite, Karsta Rödiger und Gerd-Michael Seeber.

Foto: André Heß

Ein besonderes Bauwerk verdiene auch eine besondere Würdigung, sagte Karsta Rödiger, Geschäftsführerin der Ilmenauer Wohnungs- und Gebäudegesellschaft mbH (IWG) als Bauherrin von Terminal C und dem Verbindungsbau zu Terminal B, der am Dienstag in kleiner Runde eingeweiht wurde. Es waren aber alle an dem Projekt beteiligten zugegen, darunter auch Oberbürgermeister a. D. Gerd-Michael Seeber, Stadtplaner Uwe Wilke und Planerin Viola Breite.

29 Meter lang und 35 Tonnen schwer

Am 8. August 2018 wurde das 29 Meter lange und 35 Tonnen schwere sowie bereits komplett verglaste Verbindungsbauwerk von einem 400-Tonnen-Kran gehalten und von den Männern der Rudolstädter Systembau innerhalb einer Stunde zwischen Terminal C und B eingehoben. Die Firma zeichnete auch für Planung und Konstruktion verantwortlich, sagte Projektleiter Dietmar Matz. Man habe das Bauwerk komplett verglast eingehoben, um eine weitere Sperrung der Gleise zu umgehen.

Inzwischen gehen hier schon 45 Mitarbeiter der Softwarefirma Inverso drüber, um zu ihren neuen Arbeitsplätzen in den Büros im Terminal C zu gelangen.

Die IWG möchte dann am 26. Februar die Umzugswagen rollen lassen, und am 4. März soll die Wohnungsverwaltung an ihrem neuen Standort mit 35 Mitarbeitern arbeitsfähig sein, sagte Rödiger. Zwei Jahre nachdem die ersten Bagger auf der Baustelle fuhren und für Baukosten von schätzungsweise fünf Millionen Euro.

Sie bescheinigte dem Ideeengeber, Ilmenaus Stadtplaner Uwe Wilke, fast schon hellseherische Fähigkeiten, da er bereits 2010 eine Machbarkeitsstudie für den Verbindungsbau entwarf, der acht Jahre später für Baukosten von 500.000 Euro verwirklicht wurde. Kein leichtes Spiel habe dabei die Planerin Viola Breite von Bauprojekt Ilmenau mit der Deutschen Bahn gehabt, erinnerte Rödiger. Bereits im Frühjahr 2017 sei die Sperrung des Bahngeländes für den Einbau der Verbindungsbrücke im August 2018 beantragt worden. Es sei ihr gelungen, alle Verantwortlichen aus sieben Abteilungen der Deutschen Bahn an einen Tisch zu bekommen.

Ilmenaus Stadtplaner Wilke erinnerte an die Worte des damaligen Oberbürgermeister Seeber an ihn: „Der Bahnhof ist eine Katastrophe, machen Sie etwas draus.“ Neben der roten Fuß- und Radwegbrücke in Richtung Teichgebiet sei nun der zweite Brückenschlag über das ewig Trennende, Campus und Altstadt, gelungen, so Wilke.

Fernsehbericht hat Seeber fast wahnsinnig gemacht

Gerd-Michael Seeber gab bekannt, dass ihn damals ein Vorspann einer Sendung im ZDF fast wahnsinnig gemacht habe. Dort sei immer wieder der Ilmenauer Bahnhof als abschreckendes Beispiel für die Rückständigkeit im Osten gelaufen. „Der Stachel hat gesessen, und er hatte etwas Gutes“, so Seeber rückblickend auf ein Bahnhofsgelände, das inzwischen Terminal A, B und C aufweist und auch noch für Terminal D in Richtung Norden Visionen bereithält.

Das fand auch Oberbürgermeister Daniel Schultheiß (parteilos), der vom Potenzial auf dem Areal rund um den Bahnhof sprach, für eine weitere städtebauliche Entwicklung.

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