Mit Modellprojekt zählt Erfurt den Verkehr und hilft Elektro-Fahrzeugen

Erfurt. Die Nutzung von Elektro-Fahrzeugen soll durch bessere Verkehrsinformationen attraktiver werden.

In der Weimarischen Straße wird es Dienstag noch zu Behinderungen kommen. Foto:

Foto: zgt

Noch bis Dienstagabend sind im Bereich des Schmidtstedter Knotens immer wieder einzelne Fahrspuren stundenweise gesperrt. „Es werden Magnetfelddetektoren im Rahmen des Forschungsprojektes `S-Mobility` in die Fahrbahnen eingebaut“, so eine Sprecherin der Stadtverwaltung. Die Technik sei in allen Knotenausfahrten vorgesehen. Bei den Magnetfelddetektoren handele es sich um ein neues Produkt, das im Rahmen des Forschungsprojektes entwickelt wurde und hier seine Praxistauglichkeit beweisen soll.

„Insgesamt bestücken wir 17 Kreuzungen mit 170 Detektoren“, sagt Projektleiter Marco Götze vom Institut für Mikroelektronik und Mechatronik-Systeme. Die Technik zähle den Verkehr, der von den Kreuzungen abfließt und melde die Daten an einen zentralen Rechner. „So kann jede Viertelstunde eine Prognose für die jeweils schnellste und energiesparendste Route durch die Stadt berechnet und als App fürs Funktelefon bereitgestellt werden.“

Fördergeld für Teilnahme am Modellprojekt

Die Kreuzung in Bahnhofsnähe war dabei nicht die erste, in die solche Detektoren eingebaut wurden, wohl aber die schwierigste. „Allein schon wegen der schieren Größe des Knotens“, so Götze.

Die Hoffnung der Wissenschaftler dabei: Die immer noch vielfach vorhandenen Hemmschwellen zur Nutzung von elektromobilen Fortbewegungsmitteln, insbesondere hinsichtlich der geringeren Reichweiten gegenüber Fahrzeugen mit fossilem Antrieb, sollen mit Hilfe solcher Angebote schrittweise reduziert und abgebaut werden.

Erfurt ist dabei Modellstadt für diese Technik, die seit dem Frühjahr läuft und noch bis Ende September ausprobiert wird. Teilnehmer an dem Feldversuch sind die Fahrer all jener Elektro-Fahrzeuge, deren Anschaffung in den vergangenen Jahren mit öffentlichen Fördermitteln bezuschusst wurde. „Es war eine Förderbedingung, bei S-Mobility und den Modellprojekten mitzumachen“, so Marco Götze.

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