Streik im Nahverkehr ist beendet

Erfurt/Gera/Jena. Der Warnstreik im Nahverkehr in Erfurt, Jena und Gera ist beendet. Die durch Verdi blockierten Betriebshöfe wurden wieder freigegeben. Busse und Bahnen fahren wieder. Allerdings müsse immer noch mit Verzögerungen gerechnet werden.

In Erfurt versammelten sich viele Streikende vor dem Gelände der Evag am Urbicher Kreuz. Foto: Susann Fromm.

In Erfurt versammelten sich viele Streikende vor dem Gelände der Evag am Urbicher Kreuz. Foto: Susann Fromm.

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Ein Warnstreik hatte am Mittwochmorgen nach Angaben der Gewerkschaft Verdi den Nahverkehr in Erfurt, Jena und Gera lahmgelegt. Mit 240 Beschäftigten sei die komplette Frühschicht der bestreikten Unternehmen seit 3.30 Uhr im Ausstand, sagte ein Verdi-Sprecher am Morgen.

Keine Straßenbahn und kein Bus der betroffenen Unternehmen habe die Depots verlassen.

In der Erfurter Innenstadt kommt es durch den Ausfall zu Verkehrsbehinderungen, weil Viele aufs Auto umgestiegen sind.

In Jena hat seit 3:30 Uhr die komplette Frühschicht des Nahverkehrs gestreikt. Alle Linien sind betroffen. Ab 10 Uhr sollen Busse und Straßenbahnen wieder fahren.

Bis zum Ende der Streiks gegen 10 Uhr werde kein öffentlicher Nahverkehr in Gera möglich sein, teilten die Stadtwerke Gera am Mittwoch mit. Die Ausfahrt des Betriebshofes sei blockiert. Einzig die Nordlinien, die vom Regionalverkehr bedient würden, könnten fahren. Die Stadtwerke Jena kündigten bereits den Ausfall des kompletten Schulbusverkehrs an. Die betroffenen Unternehmen rieten den Pendlern, sich über eine Telefon-Hotline über die Ausfälle zu informieren. Verdi will die Warnstreiks nach eigenen Angaben gegen 10.00 Uhr beenden. Auch danach könne es aber noch zu Verzögerungen kommen.

Seit August 2013 laufen laut Verdi Tarifverhandlungen mit dem Kommunalen Arbeitgeberverband Thüringen. Verdi erwartet ein Angebot der Arbeitgeberseite. Der Tarifvertrag stamme aus dem Jahr 2002. Zusätzlich kündigte der Thüringer Beamtenbund für 13 Uhr zum Tarifstreit des öffentlichen Dienstes eine Kundgebung in Weimar an. Dadurch kann es nach Angaben der Stadtverwaltung auch zu Wartezeiten bei Behörden kommen.

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