Streik legt Erfurts Nahverkehr lahm

Erfurt. Busse und Straßenbahnen stehen seit 3:30 Uhr am Mittwochmorgen für mehrere Stunden im gesamten Stadtgebiet in Erfurt still. Die Gewerkschaft Verdi hat Mitarbeiter der Erfurter Verkehrsbetriebe (Evag) zum Warnstreik aufgerufen.

Vor dem Gelände der Evag am Urbicher Kreuz versammelten sich zahlreiche Streikende, um für verbesserte Arbeitsbedingungen und für eine Einkommenserhöhung zu demonstrieren. Foto: Susann Fromm

Vor dem Gelände der Evag am Urbicher Kreuz versammelten sich zahlreiche Streikende, um für verbesserte Arbeitsbedingungen und für eine Einkommenserhöhung zu demonstrieren. Foto: Susann Fromm

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Bis 10 Uhr soll gestreikt werden, kündigte Gewerkschaftssekretärin Kirsten Eckert Dienstagabend auf Nachfrage unserer Zeitung an. Die Arbeit werde sowohl im Hauptstützpunkt des Unternehmens am Urbicher Kreuz als auch in den Straßenbahndepots in der Nordhäuser Straße und der Magdeburger Allee niedergelegt. Ab 7.30 Uhr werden im Mobilitätszentrum am Anger voraussichtlich auch keine Karten mehr verkauft.

Neben dem Linienverkehr seien auch die Schulbusse betroffen, bittet die Evag betroffenen Kunden, sich auf die Einschränkungen frühzeitig einzustellen. "Wir informieren aktuell auf unseren Internetseiten unter www.evag-erfurt.de und über die Medien über die Situation im Erfurter Nahverkehr", erklärt Myriam Berg, Vorstand der Evag. An allen Haltestellen würden Reisende per Ansage und über die schriftlichen Anzeigen auf dem Laufenden gehalten.

Das Nahverkehrsunternehmen rechnet damit, dass eine Stunde nach Streikende Stadtbahn und Busse wieder auf allen Linien nach Fahrplan rollen. Über die Wiederaufnahme des planmäßigen Verkehrs werde sofort im Internet und auf der Facebook-Seite des informiert.

Verdi gibt als Grund für den Warnstreik die ins Stocken geratenen Tarifverhandlungen mit dem Arbeitgeberverband im Nahverkehr an. Zur Debatte stünden Veränderungen, etwa beim Zeitraum der Nachtarbeit, Arbeitszeitverkürzung, Jahressonderzahlung, Beschäftigungssicherungen und die Einkommensentwicklung.

Myriam Berg hält dagegen, dass die Verhandlungen zum Manteltarifvertrag einseitig durch Verdi abgebrochen worden seien, obwohl ein Angebot der Arbeitgeber vorlag. Einen Alleingang der Evag werde es in den Gesprächen nicht geben.

Auskunft gibt es auch beim Verkehrsverbund Mittelthüringen unter (0361) 1 94 49

Streik im Nahverkehr: Busse und Bahnen stehen in Erfurt, Jena und Gera still

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