Technische Störung bremst Fernzüge aus – Stundenlang kein Stopp in Erfurt

Kai Mudra und dpa
Der Zugverkehr auf der Schnellfahrstrecke zwischen Erfurt, Halle und Leipzig wird ausgebremst (Symbolbild).

Der Zugverkehr auf der Schnellfahrstrecke zwischen Erfurt, Halle und Leipzig wird ausgebremst (Symbolbild).

Foto: imago/Future Image

Erfurt.  Die massiven Störungen bei der Bahn in Thüringen haben sich auch am Donnerstag fortgesetzt. Die ICE-Schnellfahrtrasse zwischen Erfurt und Halle sowie Leipzig musste länger als drei Stunden gesperrt werden.

Eine technische Störung sorgte am Donnerstag für erhebliche Probleme im Bahnverkehr. Fernzüge konnten den Hauptbahnhof in Erfurt für mehrere Stunden nicht anfahren. Die Notrufe im Finnetunnel und im Osterbergtunnel seien ausgefallen, sagte ein Bahnsprecher dieser Zeitung. Ohne funktionierenden Notruf dürfen die Züge die Tunnel nicht befahren. Die Sperrung erfolgte laut Bahn ab 10.25 Uhr. Die Reparaturen waren gegen 14 Uhr abgeschlossen. Allerdings kann es noch dauern, ehe sich der Bahnverkehr wieder vollständig normalisiert habe.

Wegen der aktuellen Bauarbeiten zwischen Weimar und Erfurt mussten einige der betroffenen ICE-Züge weiträumig über die Saaletalbahn von Saalfeld über Jena umgeleitet werden, ohne den planmäßigen Halt in Erfurt. Das führte zu deutlich längeren Fahrzeiten. Normalerweise hätten die Züge über Weimar weiterfahren können. Allerdings war diese Strecke aufgrund einer Baustelle keine Option. So mussten alle Fernzüge, die bereits in den Erfurter Hauptbahnhof eingefahren waren, hier abwarten, bis entschieden wurde, wohin sie fahren können, hieß es weiter von Seiten der Bahn. Viele Reisende, die mit ihren Zügen im Erfurter Hauptbahnhof gestrandet waren, mussten längere Wartezeiten in Kauf nehmen.

Die Reparaturtrupps seien sofort nach bekanntwerden der Störung losgeschickt worden, versicherte der Bahnsprecher. Die Trassensperrung trifft die Bahn zur Unzeit. Denn seit Montag ist bereits das Stellwerk Erfurt-Nord wegen des außergewöhnlich hohen Krankenstandes nur teilweise besetzt, was ebenfalls zu Zugausfällen und Behinderungen führt. Noch ist nicht bekannt, wann der Normalbetrieb wieder möglich ist. Hinzu kommen Streckensperrungen und Behinderungen, weil nach dem tödlichen Zugunglück von Anfang Juni bei Garmisch-Patenkirchen auch in Thüringen zahlreiche Betonschwellen unter den Gleisen ausgetauscht werden müssen.

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