Land will neue Buslinie nach Eschwege fördern

Mühlhausen  Im Unstrut-Hainich-Kreis gibt es bislang zwei landesbedeutsame Verbindungen, die der Freistaat mit 50 Cent je Kilometer bezuschusst.

Die Buslinie zwischen Mühlhausen und Sondershausen, fotografiert am Busbahnhof in Mühlhausen, ist bereits als landesbedeutsam eingestuft.

Die Buslinie zwischen Mühlhausen und Sondershausen, fotografiert am Busbahnhof in Mühlhausen, ist bereits als landesbedeutsam eingestuft.

Foto: Daniel Volkmann

Zu den beiden sogenannten landesbedeutsamen Buslinien, die Mühlhausen derzeit mit Eisenach und Sondershausen verbinden, wird bald noch eine dritte hinzukommen: Das Thüringer Infrastrukturministerium rechnet damit, dass in Kürze die Förderung für die Linie Mühlhausen–Eschwege beantragt wird. Der Unstrut-Hainich-Kreis und der Werra-Meißner-Kreis, die jeweils in ihrem Beritt für den Personennahverkehr auf der Straße (StPNV) zuständig sind, müssten nur noch die letzten Vorbereitungen dafür treffen, heißt es auf Anfrage.

Mit der Linie 130 zwischen Sondershausen und Mühlhausen und der Linie 30 zwischen Eisenach und Mühlhausen hat der Landkreis bereits zwei von landesweit 14 Buslinien, mit denen größere Orte ohne Bahnanschluss miteinander oder ländliche Regionen mit größeren Orten mit Bahnanschluss verbunden werden. Das Land fördert solche Buslinien seit dem vergangenen Jahr, sofern sie der genannten Zielstellung entsprechen, bedarfsgerecht sind, nicht mit dem vom Land Thüringen bestellten Schienennahverkehr konkurrieren und bestimmte Bedingungen erfüllen. Dazu gehört, dass es montags bis freitags jeweils mindestens acht, an Wochenenden und Feiertagen mindestens vier vertaktete Fahrtenpaare gibt.

Aktuell fördert das Land landesbedeutsame Buslinien mit 50 Cent pro Fahrplankilometer. Im vergangenen Jahr, als die Förderung von 18 Buslinien beantragt und letztlich die von 14 Linien bewilligt wurde, gab das Land für rund 2,7 Millionen Fahrplankilometer circa 1,3 Millionen Euro aus. In diesem Jahr werden es voraussichtlich 1,8 Millionen Euro sein. Bislang wurden wie im Vorjahr Förderanträge für 18 Buslinien gestellt, von denen 14 bewilligt und vier noch in der Phase der Abstimmung mit der Nahverkehrsservicegesellschaft als Antragsprüfbehörde sind.

Im Zusammenhang mit der Fortschreibung der StPNV-Finanzierungsrichtlinie ab 1. Januar 2019 erwägt das Land eine Erhöhung des bisherigen Fördersatzes, um den finanziellen Anreiz zu erhöhen.