Termin der Grundsteinlegung für Erfurter Moscheebau steht fest

Erfurt  Die Ahmadiyya-Gemeinde will am 13. November mit dem Bau des Gotteshauses im Ortsteil Marbach beginnen.

Hier entsteht der Moscheebau für die muslimische Ahmadiyya-Gemeinde in Marbach. Archivfoto: Marco Schmidt

Hier entsteht der Moscheebau für die muslimische Ahmadiyya-Gemeinde in Marbach. Archivfoto: Marco Schmidt

Foto: Marco Schmidt

Der Termin für die Grundsteinlegung der Moschee im Erfurter Ortsteil Marbach steht fest. Wie die Thüringer Ahmadiyya-Gemeinde als Bauherr unserer Zeitung mitteilte, werde man am 13. November mit dem Bau des Gotteshauses auf einem Grundstück im Gewerbegebiet am Ortsrand der Gemeinde beginnen. „Bei dieser Moschee handelt es sich um die erste Moschee der Ahmadiyya Muslim Jamaat im Freistaat Thüringen.

Zur Zeremonie haben sich zahlreiche, hochrangige Gäste aus der Politik, dem öffentlichen Leben und viele Bürger aus Erfurt und Umgebung angekündigt“, sagte Ahmadiyya-Sprecher Mohammad Suleman Malik.Grußworte werden Thüringens Ministerpräsident Bodo Ramelow (Die Linke) und Erfurts Oberbürgermeister Andreas Bausewein (SPD) halten. Jede Moschee der Ahmadiyya Muslim Jamaat setze ein Zeichen für den friedlichen Islam unter dem Motto „Liebe für Alle – Hass für Keinen“.

Entstehen soll ein Flachbau mit Zierminarett und Kuppel, der neben Gebets- und Begegnungsräumen auch eine Einliegerwohnung für den Imam beinhalten soll. Die Baugenehmigung war Anfang 2018 erteilt worden.

Um die Moschee wird seit Jahren heftig gestritten. Zuletzt waren Vermummte dagegen durch Marbach gezogen. Dabei hatten sie auch vor dem Haus der Grünen-Politikerin Astrid Rothe-Beinlich Halt gemacht. Eine Gruppe von Moscheegegnern protestiert regelmäßig mit Kreuzen und Kerzen am Zaun des Baugeländes.

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