Jena. Ist die Max-Planck-Gesellschaft frauenfeindlich? Diese Frage muss sich die mit Steuermilliarden geförderte Einrichtung nach dem neuerlichen Rauswurf einer Direktorin gefallen lassen.

Ungeachtet massiver Kritik von renommierten Wissenschaftlern am bisherigen Verfahren hat der Senat der Max-Planck-Gesellschaft (MPG) die einzige verbliebene Direktorin des Jenaer Max-Planck-Instituts für Menschheitsgeschichte (MPI) jetzt zum zweiten Mal ihres Amtes enthoben. Der Senat der MPG habe das am Freitag mit „überwältigender Mehrheit“ beschlossen, bestätigt die Sprecherin der MPG auf Anfrage. Es habe nur eine Gegenstimme gegeben.