Universität Erfurt soll Impfmüdigkeit der Deutschen bekämpfen

Erfurt. Die Universität Erfurt erhält 397.000 Euro von der Deutschen Forschungsgemeinschaft für ein gemeinsames Forschungsprojekt mit der Universität Aachen zur Bekämpfung der Impfmüdigkeit.

Impfen kann Leben retten. Archivfoto: Ralf Hirschberger

Impfen kann Leben retten. Archivfoto: Ralf Hirschberger

Foto: zgt

Ziel der Wissenschaftler ist es, dieses Phänomen zu erklären und die Zahl der Impfungen zu erhöhen, teilte die Universität Erfurt am Freitag mit. Die Auslöschung von Infektionskrankheiten wie Masern oder Polio durch flächendeckende Impfungen sei ein zentrales gesellschaftliches Anliegen. Die Impfmüdigkeit in der Bevölkerung stelle jedoch eine ernsthafte Bedrohung dar, sowohl für die Gesundheit des Einzelnen, als auch für die gesamte Gesellschaft.

Impfpflicht macht Skeptiker noch misstrauischer

Druck erzeugt Gegendruck, offenbar auch beim Impfen: Eine Pflichtimpfung macht Impfskeptiker nur noch misstrauischer. Das berichtet am Freitag die „Apotheken Umschau“ unter Berufung auf die Forscher aus Erfurt und Aachen, die das in einem Test nachweisen konnten.

Die Bereitschaft von Impfskeptikern zu einer Masern-Mumps-Röteln-Vorsorge sank bei Impfpflicht um 39 Prozent. Dabei sollten gerade die Skeptiker mit der Maßnahme erreicht werden. Die Wissenschaftler folgern, Aufklärung sei wohl effektiver.