Dirk Bernkopf sieht die bunte Rampenbaubewegung kritisch

Halb Deutschland scheint im Lego-Fieber zu sein. Überall gibt es Aufrufe zum Sammeln von Lego-Steinen. Daraus werden Rampen gebaut.

Ja geht’s denn noch – die Steine sind zum Spielen da!

Seit 2019 baut „Lego-Oma“ Rita Ebel aus Hanau aus den Steinen bunte Rampen zum Überwinden kleiner Stufen vor Geschäften und Behörden – in erster Linie für Rollstuhlfahrer.

Das ist eine feine Sache und im Prinzip nicht zu kritisieren!

Dennoch finde ich, die Steine sind zum Spielen da. Wenn ich mit meinen Enkeln spiele, dann können es eigentlich nie genug Steine sein. Den Mädchen und Jungen in Kindergärten und Schulen geht es bestimmt ähnlich.

Anstatt funktionsfähige Lego-Steine samt der wertvollen Grundplatten mit Bau-Matten und Kleber zu einem Haufen Sondermüll zu verkleben, sollte man sie lieber Kindergärten spenden und stattdessen Handwerker wie Tischler oder Zimmerleute fragen, ob sie eine hölzerne Rampe bauen können, gern auch farbig. Das ist umweltfreundlicher, und viele Kinder können damit glücklich gemacht werden.