Altenburger Land. Jana Borath sieht für ihre Gartensaison im Altenburger Land Luft nach oben. Doch der Ist-Zustand ihrer Scholle macht sie auch glücklich.

Zugegeben: Meine Daumen links und rechts sind eher blassgrün - mit Tendenz zu farblos. Und nach dem Gespräch mit Gartenexperte Wolfgang Preuß, Chef des Kleingartenverbandes Altenburger Land, weiß ich: Ich muss noch ganz viel lernen, damit es auf meiner Scholle irgendwann einmal halbwegs ertragreich zugehen soll.

Schon meine beiden Weinstöcke - sie tun mir jetzt richtig leid. Bis zum 15. Februar hätte ich sie schneiden müssen, um Aussicht auf Ernte zu haben. Dabei weiß ich noch nicht einmal, ob sie ihre Rebe am Zapfen oder am Bogen tragen. Sie trugen noch nie, seit ich sie 2019 liebevoll ins Erdreich gleich an der Schuppenwand bettete. Aber wenigstens verschönert das Grün ihres üppigen Blattwerkes diesen Teil meines Grundstückes und spendet meinem Kater Winni im Sommer Schatten.

Luft nach oben hat auch mein Kompost. Natürlich achte ich akribisch darauf, was dort alles verrotten soll. Und zwar nicht erst seitdem mein Junghund Enno nach dem Genuss eines verschimmelten Brotes vom Kompost - der nicht der meinige war - eine Nacht in der Tierklinik verbringen musste. Doch von guter Gartenerde bin ich mit meinem Haufen noch Lichtjahre entfernt, weil - wie ich jetzt weiß - er nicht luftdurchlässig ist und überhaupt falsch angelegt.

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Trotzdem: Ich mag mein Grün am Haus, auf dem jetzt das Leben erwacht. Wenn die Ringeltauben in der Linde gurren, die ersten Schmetterlinge flattern und der Igel aus seinem Winterquartier krabbelt, kann ich nicht alles falsch machen. Zumal mir seit kurzem ein Buntspecht fast jeden Morgen pünktlich zum Sonnenaufgang seinen Gruß erweist.