Felix Thuringia: Wo ist das Gold der Thüringer?

Mirko Krüger schreibt einem Forscher des Jenaer Instituts für Menschheitsgeschichte.

Lieber Piers Kelly, seit Generationen fragen sich die Bewohner der Philippinen: Wo haben die Japaner ihr im Zweiten Weltkrieg erbeutetes Gold versteckt? Irgendwo auf der Insel Bohol hat es General Yamashita angeblich vergraben lassen. Leider können wir ihn nicht mehr selbst befragen. Yamashita wurde als Kriegsverbrecher dem Henker übergeben.

Dennoch haben Sie, verehrter Dr. Kelly, das Rätsel jetzt gelöst. Glückwunsch! Zwar haben Sie all das Gold nicht finden können. Dafür aber sind Sie sich sicher: Es hat den Schatz vermutlich nie gegeben. Gerade erst haben Sie Ihre Forschungsergebnisse in einem internationalen Fachmagazin veröffentlicht.

Das lenkt unseren Blick zurück ins beschauliche Thüringen. Auch hier, wo Sie am Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte arbeiten, fragen wir uns schon lange nach dem Verbleib eines legendären Schatzes. Wo nur ist das Gold des Thüringer Königs abgeblieben?

Des Thüringer Königs?

Aber ja! Auch unser Land war einst ein Königreich. Zwar wurde Herminafried, der letzte Regent, bereits im Jahre 534 gemeuchelt. Doch die Legende von seinem Schatz lebt und lebt. Wurde das Gold nach dem verheerenden Überfall der Franken auf Thüringen als Kriegsbeute von dannen geführt? Oder konnte es Herminafried doch noch irgendwo verbergen?

So viel für heute aus unserer allseits beliebten Artikelserie „Thüringen, deine Mysterien“.

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