Kommentar: Erfolg aus eigener Hand

Dirk Pille über den Rennsteiglauf, der 30 Jahre alt wird.

Dirk Pille

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Foto: Andreas Wetzel / TA

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Endlich! Eine sportliche Erfolgsgeschichte aus dem Osten. Der Rennsteiglauf ist zweifelsfrei eine – und der Beweis 30 Jahre nach dem Sprung in die freie Marktwirtschaft längst angetreten. Selbst die Corona-Seuche wird der ausdauernde Lauf-Klassiker im Thüringer Wald überleben.

Dabei war der Weg zum Erfolg keineswegs eine glatte Straße. So wie die Strecke für die Läufer über Stock und Stein alles abfordert. Am Anfang stand der Glaube an die verrückte Idee, die mit 17 Starts zu DDR-Zeiten schon eine Tradition geworden war. Doch ob die Treue der Ostdeutschen und die Neugier aus dem Westen reichen würde, um nun auch als Wirtschaftsunternehmen Rennsteiglauf zu bestehen, das war lange unsicher.

1990 ging die Zahl der Teilnehmer um über zwanzig Prozent zurück. Die Wirren der Wende trafen auch den Klassiker hart. Doch die damals 18 Organisatoren um Hans-Georg Kremer und Volker Kittel nahmen ihr Schicksal mutig in die eigene Hand. Die Gründung des GutsMuths-Rennsteiglauf-Vereins vor 30 Jahren bildete die feste Grundlage für die Zukunft. Heute arbeiten 30 Thüringer Vereine am Rande der Strecken und die wichtige Sportmanagement & Touristik GmbH für den Erfolg des Produkts Rennsteiglauf. Inzwischen kommen über 20.000 Läufer und Touristen jedes Jahr im Mai ins Grüne Herz. Europas größter Crosslauf ist damit zu einer echten Marke für Thüringen geworden.

Nur mit dem Jubiläum geht es dem Rennsteiglauf jetzt wie so vielen Vereinen, Firmen und Familien in diesen Corona-Tagen. Gefeiert werden muss später.

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