Kommentar: Hecking und andere Verlierer

Axel Lukacsek über den Bundesliga-Fehlstart des VfL Wolfsburg.

Die Hoffnungen haben sich nicht erfüllt. Knapp zwei Wochen pausierte die Bundesliga und Dieter Hecking hatte als Trainer der Wolfsburger Fußballer die günstige Gelegenheit, seine schwach gestartete Mannschaft neu zu justieren. Aber das 0:1 gegen Aufsteiger Leipzig hat nun alles nur noch schlimmer gemacht.

Die Entlassung des Trainers ist die logische Konsequenz aus dem schwachen Start mit nur einem Sieg und vier mageren Toren aus sieben Spielen. Ausgerechnet beim einen Punkt schlechteren Tabellennachbar in Darmstadt muss Wolfsburg jetzt ran. Zu groß war offenbar die Angst, dass Hecking seine Spieler vor diesem wegweisenden Duell nicht mehr motivieren kann.

Zu den Verlierern gehört aber auch ein anderer. Mario Gomez, zuletzt noch bei Besiktas Istanbul unter Vertrag, kickt seit dem 2. Spieltag in Wolfsburg mit. Und die Bilanz des Nationalstürmers seitdem? Null Treffer! Als Torschützenkönig in der Türkei war Gomez in die Bundesliga zurückgekehrt. Gewiss, Glück und Pech liegen manchmal dicht beieinander. Das zeigen ja auch die drei Spiele, die für den VfL in dieser Serie torlos endeten. Aber diese trostlose Ausbeute hat in Wolfsburg selbst die treuesten Fans nun auf die Palme gebracht.

Ein Nationalspieler wie Gomez kann mit seinen Toren eine ganze Mannschaft mitreißen – oder eben auch nicht.