Leitartikel: Der Schaden ist verheerend

Kai Mudra zur Finanzaffäre des MDR-Unterhaltungschefs.

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Es ist die schöne heile Welt des MDR. Zur Samstagabendshow treffen sich Volksmusik-Stars, singen Lieder, plaudern übers Leben und ihre Vorhaben, zeigen CD’s in die Kamera oder sagen, wo sie demnächst leibhaftig zu sehen sein werden.

Bussi bussi, Schmatz und das alles natürlich per Du.

Aufgestoßen ist mir das Gefühl von Kungelei und Anbiederei, als ich der Aufzeichnung einer solchen Sendung einmal selbst beiwohnte.

Dieser leise Unmut von damals erhielt in den vergangenen Wochen neue Nahrung.

Der MDR ist ein mit unseren Gebühren finanzierter Fernsehsender. Er soll nah bei den Menschen sein und er hat einen Grundversorgungsauftrag.

Dafür erhält der Sender jährlich Abermillionen Euro. Die GEZ treibt die Gebühren konsequent ein und lässt keine Chance zum Kassieren aus.

Die Politik fördert das System und hebt schon einmal die Forderungen an, wenn das Geld bei den Sendern knapp wird.

Doch nun passierte der Super-Gau: Beim Kinderkanal verschwanden über Jahre Millionen, und keiner merkte es.

Der MDR spricht vom Einzelfall. Das Gerichtsverfahren gegen den Haupttäter legt ein gravierendes Versagen der Kontrollen offen.

Wer zu viel Geld hat, achtet nicht mehr so genau darauf.

Nun gibt es einen zweiten Fall. Noch ist unklar, was genau passierte. Aber wieder ist das dubiose Finanzverhalten einer Führungskraft über Jahre nicht aufgefallen.

Auch wenn dem MDR vielleicht kein Schaden entsteht, entschuldigt das nichts.

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