Pulschlag: Eine starke Empfehlung

Steffen Eß über ein Finale, das Appetit auf mehr macht.

Der Wettbewerb um Beachtung im internationalen Wettkampfkalender ist hart. Mit einer starken Empfehlung aber können die Erfurter durch das gelungene Weltcup-Finale wuchern.

Klar, eine Stimmung wie sie in der Hochburg Heerenveen mit der vierfachen Zuschauerzahl und mehr herrscht, ist außerhalb des eislaufverrückten Königreichs nicht zu toppen. Mit der für außerfriesische Verhältnisse Kulisse von jeweils 2000 Besuchern brauchte sich Erfurt indes keineswegs vor der Eisschnelllauf-Welt zu verstecken. Sie ließ Fernsehleute aus den Niederlanden vielmehr gar vom schönsten Wettkampf der Saison sprechen.

Das stichhaltigste Argument lieferte dafür wohl die Organisation, mit der das gut 150-köpfige Helferteam um Daueransprechpartner Marian Thoms die Weltbesten mit viel Herzblut empfing und umsorgte.

Bahnrekorde des russischen 500-Meter-Weltmeisters Pavel Kulizhnikov und von Brittany Bowe, die über 1000 Meter eine neue Bestmarke ihrer US-Teamgefährtin Heather Richardson binnen zweier Minuten löschte, sprechen zudem für schnelles Eis. Und vor allem kündeten sie von sportlicher Extra-Klasse, die nach einem Jahr Pause zum neunten Mal hier Station machte.

Wann mit den Weltbesten Jubiläum gefeiert werden kann, ist offen. Im Plan der kommenden Saison ist Erfurt nicht bedacht.

Spätestens im Winter darauf wäre aber dem ESC ein großes internationales Rennen zu wünschen. Und vor allem denen, die vom Einlass bis zum Eismeister tolle Werbung betrieben haben.

Großes Saisonfinale in Erfurt glänzt bronzen und silbern

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