Episode 55

Hollitzer trifft „Tatort“-Schauspielerin Luise Wolfram: „Das Team wird alle drei Tage getestet“

Jena  Die Thüringer „Tatort“-Schauspielerin Luise Wolfram über ihre Geburtsstadt Apolda und Corona-Tests am Set.

Die in Jena aufgewachsene Schauspielerin Luise Wolfram (33) gehört zum neuen Bremer „Tatort“-Team. Ihre Figur der BKA-Beamtin Linda Selb tauchte bereits in den letzten Folgen des Vorgänger-Duos Lürsen und Stedefreund auf. Um das neue Trio vorzustellen, hat Radio Bremen extra eine Comedyserie im Dokumentarstil gedreht. „How To Tatort“ ist ab heute in der ARD-Mediathek zu sehen. Im Podcast mit TA-Chefredakteur Jan Hollitzer spricht Luise Wolfram über…

...ihre Geburtsstadt Apolda: Ich glaube, ich war seit meiner Geburt nicht mehr da. Meine Mutter ist in die Klinik gegangen, weil dort die Väter bei der Entbindung dabei sein durften. In der Uniklinik Jena war das wohl nicht möglich.

…ihren Weg zum Bremer „Tatort“: Ich war erst einmal für eine Folge dabei. Doch dann war die Geschichte zwischen mir und Oli Mommsen anscheinend sehr ergiebig. Unsere Figuren hatten ja eine kleine Liaison. Und dann ging das immer weiter bis hin zu fünf Folgen.

…Zeit für einen „Tatort“-Dreh: Im Moment dreht man 21 oder 22 Tage.

...den ersten Fall des neuen Teams, zu sehen am Pfingstmontag: Es wird ein Baby vermisst und ein junger Mann tot aufgefunden. Die ganze Bremer Polizei ist auf die beiden Fälle angesetzt. Es herrscht völlige Überforderung. Und in dieser Situation treffen wir als neues Team aufeinander.

...den Erfolg der „Tatort“-Reihe: In Deutschland leben 80 Millionen Menschen. 10 Millionen davon gucken „Tatort“. Das ist wahnsinnig viel und etwas sehr Besonderes.

...das Textlernen: Ich muss ehrlich sagen, dass sich diese Fähigkeit verschlechtert. Mit 21 konnte ich mir wahnsinnig schnell und gut Text merken. Jetzt muss ich doch relativ bestürzt feststellen, dass ich länger dafür aufwenden muss.

...Corona-Tests am Set: Das ganze Team wird alle zwei oder drei Tage getestet. Das ist, wie man so schön sagt, das neue Normal; dass man sehr aufpasst und gerade sehr isoliert ist beim Drehen. Denn jede Person, die dazu kommt, stellt eine Gefahr dar. Alles würde stillstehen, wenn sie das Virus hätte.