Jan Hollitzer über die Wahlen am Sonntag.

Politik ist kein Wahrheitsbetrieb. Parteien geht es um das Vertreten von Interessen und das Durchsetzen politischer Ziele und Vorhaben.

Zum Glück werden Wahlzettel nicht mehr nur gefaltet und unter Aufsicht in Urnen gesteckt. Wir haben die echte, die freie Wahl – und damit die Chance, mitzubestimmen, welche politischen Ziele und Themen vorangetrieben werden.

'Hauptstadt Inside von Jörg Quoos, Chefredakteur der FUNKE Zentralredaktion

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Und wir haben mit unseren Stimmen die Möglichkeit, unsere ganz persönliche Entscheidung für ein solidarisches, soziales, demokratisches, liberales, pluralistisches oder auch nationalkonservatives Leben kundzutun. Nur, bleiben Sie dabei vor allem ehrlich zu sich selbst.

Erforschen Sie für sich, ob Sie Wahlversprechen angesichts ihrer Wahrscheinlichkeit auf Umsetzung vertrauen. Lassen Sie sich nicht von Emotionen leiten und vor allem: Lassen Sie Politiker nicht mit Ihren Emotionen spielen. Denken Sie auch daran, dass sich hinter der Konkurrenz der Kandidaten im sogenannten Personenwahlkampf die Konkurrenz alternativer Interessen und Meinungen verbirgt.

Wir alle legitimieren mit unseren Stimmen Regierungen, Koalitionen und die in demokratischen Systemen so wichtige Opposition.

Und das an diesem Sonntag nicht nur auf kommunaler, sondern europäischer Ebene. Sie sind europakritisch? Dann gehen Sie wählen. Sie sind proeuropäisch? Gehen Sie wählen.

Wir dürfen uns nicht beschweren und auf Europa schimpfen, wenn wir nicht wählen gehen.

Beispiel: Sie kennen sicher den Spruch, wenn auf EU-Politik geschimpft wird: „Das hat Brüssel so entschieden.“ Falsch. Vielleicht wurde es in Brüssel entschieden. Wir sind aber immer mit dabei. Mehr noch: Deutschland stellt den größten Teil der Abgeordneten im Europäischen Parlament. Richtlinien, Verordnungen, Verträge – immer sind unsere gewählten Vertreter im Europäischen Parlament dabei.

Geben Sie Ihre Stimme ab? Oder lassen Sie andere entscheiden? Sie haben die Wahl.