Bei Mathe und Naturwissenschaften kann der Westen von uns lernen

Erfurt. Kultusminister Christoph Matschie zum erfolgreichen Abschneiden Thüringens beim Schulleistungsvergleich.

"Das gute Bildungssystem ist ein echter Standortvorteil für Thüringen", so Christoph Matschie. Ungeachtet dessen dürften Probleme nicht kleingeredet werden. Die sieht Matschie zum Beispiel beim Unterrichtsausfall und bei der Lehrerrekrutierung. Archivfoto: Marco Kneise

"Das gute Bildungssystem ist ein echter Standortvorteil für Thüringen", so Christoph Matschie. Ungeachtet dessen dürften Probleme nicht kleingeredet werden. Die sieht Matschie zum Beispiel beim Unterrichtsausfall und bei der Lehrerrekrutierung. Archivfoto: Marco Kneise

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Thüringens Kultusminister Christoph Matschie (SPD) führt das gute Abschneiden Thüringens beim aktuellen Schulleistungsvergleich in Mathematik und Naturwissenschaften auf eine besonders gute individuelle Förderung möglichst vieler Schüler zurück. Im Gespräch mit unserer Zeitung sagte Matschie am Freitag: "Die Kunst in der Bildungspolitik besteht nicht darin, eine kleine Leistungsspitze zu entwickeln, sondern möglichst viele mitzunehmen auf ein hohes Leistungsniveau. Das ist in Thüringen und auch in Sachsen gelungen."

Beim neuen Schulleistungsvergleich, der am Mittag von der Kultusministerkonferenz in Berlin veröffentlicht wurde, haben die ostdeutschen Bundesländer mit durchgängigen Werten über dem Bundesdurchschnitt in den Fächern Mathematik, Biologie, Chemie und Physik klar die Nase vorn. Nach Meinung Matschies ist dies auch auf die ostdeutsche Tradition zurückzuführen, die in der Schulbildung seit langem stark auf Mathematik und Naturwissenschaften setzt.

"In Mathematik und Naturwissenschaften kann der Westen von uns lernen", sagte Matschie. Auch für die Zukunft sieht Matschie unser Bundesland in Sachen Schulbildung gut gerüstet. Thüringen liege damit in fast allen Vergleichen im Spitzenfeld, außer bei den Fremdsprachen. "Da müssen wir noch besser werden", sagte der Kultusminister.

"Das gute Bildungssystem ist ein echter Standortvorteil für Thüringen", so der Minister weiter. Ungeachtet dessen dürften Probleme nicht kleingeredet werden. Die sieht Matschie zum Beispiel beim Unterrichtsausfall und bei der Lehrerrekrutierung. "Da haben aber auch andere Länder Schwierigkeiten. Wir schaffen es trotzdem, eine hohe Unterrichtsqualität zu garantieren. Das schlägt sich auch in den Schülerleistungen nieder", sagte Matschie.

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