Gegenwind für Mohring und Walk: CDU Mittelstands- und Wirtschaftsunion für Sonderparteitag

Der Gegenwind für CDU-Landeschef Mike Mohring und Generalsekretär Raymond Walk nimmt zu. Forderungen nach einem Sonderparteitag mit Vorstandswahlen werden immer lauter.

Thüringens CDU-Landeschef Mike Mohring (l.) und Generalsekretär Raymond Walk.

Thüringens CDU-Landeschef Mike Mohring (l.) und Generalsekretär Raymond Walk.

Foto: Sascha Fromm

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Erfurt. Zunehmender Gegenwind für Thüringens CDU-Landeschef Mike Mohring und Generalsekretär Raymond Walk: Forderungen nach einem Sonderparteitag mit Vorstandswahlen statt der angekündigten Basiskonferenz, werden immer lauter. Auch die Mittelstands- und Wirtschaftsunion der CDU in Thüringen (MIT) spricht sich für den Sonderparteitag und damit ausdrücklich die Möglichkeit aus, den Landesvorstand neu wählen zu können.

Eine einzelne Basiskonferenz als zentrale Veranstaltung verfehle das Ziel einer breiten Mitgliederbeteiligung. So könne nicht dazu beigetragen werden, das Vertrauen auf breiter Basis für die Arbeit der CDU in Thüringen wieder herzustellen, heißt es in einem der Redaktion vorliegenden Schreiben vom Mittwoch an den CDU-Landesvorstand und die CDU-Fraktion im Thüringer Landtag.

Der MIT-Vorstand hatte sich am Montag zu einer Beratung betroffen und die Beschlüsse gefasst.

Mohring-Rücktritt und Landesparteitag gefordert

Neben der Jungen Union Thüringens, die den Rücktritt von Mike Mohring gefordert hat, melden sich inzwischen auch immer mehr Kreisverbände der CDU zu Wort, die einen inhaltlichen und personellen Neuanfang der Thüringer CDU fordern oder entsprechende Beschlüsse vorbereiten.

Am Mittwoch ist auch ein Brief von sieben früheren CDU-Landtagabgeordneten bekannt geworden, in dem sie sich für die zeitnahe Einberufung eines CDU-Landesparteitages aussprechen. Laut Wolfgang Fiedler würden weitere ehemalige CDU-Abgeordnete das Schreiben unterstützen.

Der Thüringer CDU-Landesvorstand hatte dagegen auf seiner jüngsten Sitzung beschlossen, eine Basiskonferenz einzuberufen, damit die Mitglieder ihre Meinung persönlich einbringen können. Anschließend sollen die Basiskonferenz auf einer Klausurtagung des CDU-Landesvorstandes ausgewertet und weitere Aufgaben beraten werden, heißt es in einer Erklärung des CDU-Landevorstandes.

Druck auf Mohring nimmt weiter zu

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