Apolda: Neue Ospelt-Azubis kommen aus der ganzen Welt

Apolda  Für 20 Auszubildende startet in Apolda ein ganz neuer Lebensabschnitt – für gut ein Drittel sogar weit entfernt von ihrer Heimat

Da deutsche Bewerber seit Jahren nicht mehr ausreichend vorhanden sind, setzt man bei Ospelt zunehmend auf Nachwuchs aus der ganzen Welt.

Da deutsche Bewerber seit Jahren nicht mehr ausreichend vorhanden sind, setzt man bei Ospelt zunehmend auf Nachwuchs aus der ganzen Welt.

Foto: Ospelt

Zwanzig Auszubildende starten dieser Tage ihre Lehre bei der Firma Ospelt im Gewerbepark an der B 87. Darunter befinden sich neun aus der Fachrichtung Lebensmitteltechnik, sechs Lagerlogistiker, vier Techniker (Elektroniker und Mechatroniker) sowie eine Industriekauffrau.

Damit kann das Unternehmen, wie auch in den vergangenen Jahren, seine Kapazität an Nachwuchsfachkräften abermals decken. Aktuell, so Ausbildungsleiter Volker Herrmann, beschäftigt Ospelt insgesamt 60 Auszubildende in den vier Fachrichtungen. Wie von Herrmann zu erfahren war, ist Ospelt auf den Nachwuchs angewiesen und garantiert seit Jahren bei einem erfolgreichen Abschluss eine Übernahme.

Dabei habe sich in diesem Jahr wieder ein gravierender Mangel an hiesigen Nachwuchskräften gezeigt. Laut Herrmann stieg stattdessen der Anteil an ausländischen Azubis abermals in Folge. Rund 30 Prozent der „Neuen“ stammen nicht aus Deutschland. Unter allen Bewerbern haben sich fast 90 Prozent über einschlägige Ausbildungsbörsen im Internet beworben. Die Liste der Nationalitäten ist deshalb lang. So kommen die Bewerber aus Malaysia, Indien, Indonesien, Russland, der Ukraine, Albanien oder Bulgarien. Erstmals hatte man bei Ospelt vor rund sechs Jahren mit Auszubildenden aus Spanien Erfahrung mit ausländischen Bewerbern gesammelt und wurde nicht enttäuscht. Seither steigt ihr Anteil von Jahr zu Jahr.

Bewerbungsgespräche laufen ausschließlich über das Internet, verrät Herrmann, der viel Zeit in die Rekrutierung des Nachwuchses steckt. „Die Bewerbungsgespräche und Tests laufen über eine Videoverbindung, wo ich die Bewerber auch auf ihre Deutschkenntnisse prüfe. sie müssen zudem eine Sprachausbildung nachweisen können.“ Auch um die Formalitäten hier vor Ort kümmert sich Herrmann. Schließlich müssen neben einem Visum auch diverse Versicherungen abgeschlossen, eine Wohnung organisiert und der gesamte behördliche Papierkram erledigt werden.