Apolda verteilt weniger Knöllchen

Apolda  Die Tendenz beim Knöllchen-Verteilen im Stadtgebiet ist rückläufig. Das liegt nicht zuletzt daran, dass das Ordnungsamt chronisch unterbesetzt ist. Doch noch im Herbst könnte sich das ändern...

Ein Strafzettel steckt hinter dem Scheibenwischer eines Autos.

Ein Strafzettel steckt hinter dem Scheibenwischer eines Autos.

Foto: Stefan Sauer, dpa

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Exakt 10.835 gebührenpflichtige Verwarnungen erteilte das Ordnungsamt Apolda im vergangenen Jahr 2018 an Fahrzeughalter im Apoldaer Stadtgebiet. Ein Jahr zuvor waren es noch 13.197, was mit dem hohen Verkehrsaufkommen zur Landesgartenschau zu begründen ist. Ähnlich gesunken ist die Zahl der eingeleiteten Bußgeldverfahren, die 2018 immerhin auf eine Anzahl von 1228 Stück kamen und damit knapp 500 weniger als im Vorjahr. Bei den eingeleiteten Vollstreckungen ging die Zahl von 814 im Jahr 2017 auf 644 im letzten Jahr zurück.

Die meisten Knöllchen, nämlich 5156, erhielten Falschparker auf Kurzzeitparkplätzen, gefolgt von verbotswidrigem Parken im Halteverbot mit insgesamt 2721 Delikten.

Kein Pardon akzeptiert das Amt auch weiterhin, geht es um das Abschleppen bei Parksünden. Derzeit liegt der aktuelle Jahresstand bei insgesamt 18 Fahrzeugen. Dabei dürfte der eine oder andere Sünder in diesem Zeitraum wohl noch mit einem blauen Auge, sprich einer Verwarnung, davon gekommen sein. Wegen der derzeitigen angespannten Personallage beim Apoldaer Ordnungsamt konzentrieren sich die Mitarbeiter aktuell nur auf die extremen Fälle, heißt es auf Nachfrage. So seien lediglich Falschparker in Feuerwehrzufahrten, Behindertenparkplätzen oder schwerwiegenden Halteverboten an den Haken gekommen, sagt Sabine Froese vom Ordnungsamt.

Dass sich die Situation aber in naher Zukunft wieder bessern könnte, dafür stehen die Zeichen gut. Nach Informationen unserer Zeitung habe sich zwar auf die am Jahresanfang ausgeschriebene Stelle niemand beworben, allerdings habe sich nun wohl doch eine Option ergeben, einen neuen Mitarbeiter zu gewinnen. Dieser könnte noch im Herbst dieses Jahres seinen Dienst aufnehmen.

Gerade in der jüngsten Urlaubszeit war die Personal­situation in der Behörde besonders angespannt, auch wegen des langen Krankenstandes eines Mitarbeiters. Dabei hat die Behörde mit ihren fünf Planstellen alle Hände voll zu tun. Schließlich kümmern sich die Mitarbeiter nicht nur um den ruhenden Verkehr auf den Straßen. So bringt auch die Vielzahl von Veranstaltungen in der Stadt eine enorme Menge Arbeit für die Behörde mit sich. Zudem gehen die Mitarbeiter regelmäßig Hinweisen aus der Bevölkerung nach, die ebenfalls viel Zeit in Anspruch nehmen.

Wer übrigens sein Fahrzeug falsch parkt und abgeschleppt werden sollte, muss mit einer Auslöse von 160 Euro beim Abschleppunternehmen rechnen. Hinzu kommen die Verwarn- und Bearbeitungsgebühren beim Ordnungsamt.

Generell sollte sich, wer sein Fahrzeug nicht mehr wiederfindet, bei der Polizeiinspektion melden. Hier wissen die Beamten, ob das Fahrzeug abgeschleppt wurde oder nicht. In den meisten Fällen wird der Wagen dabei nur umgesetzt. Heißt: In eine andere Straße verfrachtet. Findet der Abschlepper dort keinen Platz, wird der Wagen auch schon mal mitgenommen.

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